Veranstaltung zum Weltfrauentag

Aufruf an die Frauen in Hessisch Lichtenau: Fordert euren Anteil

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Models der Kulturfördergemeinschaft Hessisch Lichtenau auf dem Catwalk.

Hessisch Lichtenau. „Bleibt dran, fordert weiter euren gerechten Anteil“, ermutigte Fredi Nothelfer, Bezirksleiter der Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie (IG BCE), die zahlreichen Besucherinnen des Weltfrauentages am Donnerstagabend im Lichtenauer Bürgerhaus.

Bei der fünften Auflage der Veranstaltung, zu der erneut Doris Pöllmann von der Lichtenauer Ortsgruppe der IG BCE eingeladen hatte, stand nach Petra Hartwig in den Jahren zuvor mit Nothelfer erstmals ein Mann am Rednerpult. Aber Nothelfer wusste, wo den Frauen der Schuh drückt: Dass sie in Betrieben ohne Betriebsrat und Gewerkschaft bis 25 Prozent weniger als Männer verdienen, dass sie sich oft außerhalb des Betriebes fortbilden.

Selbst in der Lossestadt würden nicht in allen Märkten die Mitarbeiterinnen nach Tarif entlohnt, sondern nur 8,84 Euro Mindestlohn gezahlt, kritisierte Pöllmann und wies auf die drohende Altersarmut hin. Grund zur Freude hatte Pöllmann jedoch angesichts des großen Interesses an der Veranstaltung: 230 hatten sich angemeldet, und da einige noch jemanden mitgebracht hatten, wurden die Plätze knapp – das Buffet reichte aber trotzdem.

Der gute Besuch zahlte sich zudem in barer Münze aus: Im Spendenkörbchen für die Arche landete diesmal die Rekordsumme von 903 Euro. Monika Walenta-Müller Von der Kulturfördergemeinschaft stockte den Betrag auf glatte 1000 Euro auf, sehr zur Freude von Arche-Vorsitzender Gerda Brückmann, die postwendend dankte, Kindern der Mittagsbetreuung davon weiterhin ein warmes Essen servieren zu können.

Die Kulturfördergemeinschaft der Lossestadt hatte zudem ein kulturelles Programm zusammengestellt, das bei den Besucherinnen ankam. Für den musikalischen Teil sorgten die Sängerinnen von Crescendo, die unter der Leitung von Corina Acosta de Gundlach mit Liedern in Englisch und Spanisch der Veranstaltung internationales Flair verliehen. Heike Wilke machte am Beispiel einer indischen Familie deutlich, welch schlechten Stand Mädchen dort noch immer in der Gesellschaft haben. Brigitte Hildmann moderierte humorvoll durch die Modenschau, bei der sich die Models der Kulturfördergemeinschaft im Hausfrauenkittel mit entsprechenden Accessoires für so manchen Anlass gerüstet präsentierten.

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