Becker und Ghirardelli zum dritten mal in der Lossestadt

"Gefährlicher Wandern": Viel Beifall für Theater im alten Rathaus

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Sehen nicht gefährlich aus: Frau Holle Annemarie Huck mit Stefan Becker (links) und Carlo Ghirardelli.

Hessisch Lichtenau. „Gefährlicher Wandern mit den Brüder Grimm", darauf ließen sich zahlreiche Gäste am Freitag in Hessisch Lichtenau mit Stefan Becker und Carlo Ghirardelli ein.

Auch wenn das Wandern ein Leitthema der Grimmschen Märchen ist, zu Fuß waren Becker und Ghirardelli in der Rolle der Brüder Grimm dann doch nicht nach Hessisch Lichtenau gekommen. Auf launige und informative Weise nahmen die beiden das Thema Wandern auf Einladung des Kulturfördervereins bei ihrem dritten Besuch in der Lossestadt etwas genauer unter die Lupe.

Weg durch die Mitte

Becker, alias Wilhelm Grimm, und Ghirardelli als sein ein Jahr älterer Bruder Jakob, hatten im voll besetzten historischen Sitzungssaal des alten Rathauses den Weg durch die Mitte gewählt, um an ihre Pulte zu gelangen. Wie zwei durstige Wanderer nach langer Tour griffen sie nach den Wassergläsern und gönnten sich erst mal einen kräftigen Schluck. Sorgfältig den Geschmack testend spülten sie das Wasser mehrfach im Mund hin und her und kamen schließlich zu dem Entschluss: Wir bleiben.

Ein viel versprechender Auftakt zweier lustiger Gesellen, die dem Publikum, ohne ein einziges Wort zu verlieren, damit den ersten Lacher entlockt hatten. Und dabei sollte es nicht bleiben. Schließlich hatten sie zum gefährlichen Wandern so manchen lustigen Tipp parat: unbedingt auf GPS verzichten (Hänsel und Gretel wäre das sonst nicht passiert), keine kleinen Hexenhäuslein im Wald auslassen oder auch guten Mutes auf Riesen zugehen. Wie auch immer, an geeigneten Märchen zum Thema mangelte es nicht. Egal, ob Zwei- oder Vierbeiner, wer auch immer sich da auf den Weg gemacht hatte, geriet in ein spannendes Abenteuer. Und mit der ausgesprochen lebendigen Art ihres Vortrags waren Becker und Ghirardelli weitere Lacherfolge sicher.

Viel Beifall und Ahle Wurscht

Mit dem Wandern muss es bei Wilhelm gar nicht so rosig bestellt gewesen sein, brachten die Sticheleien der beiden an den Tag. Viel lieber hatte der jüngere Wilhelm die jungen Frauen mit seinen Märchen ins Schwärmen gebracht. Doch dass er beim Wandern in den Weinbergen so richtig in Schwung kam, wunderte Jakob schon, der selbst nahezu in ganz Europa unterwegs war. Am Ende gab’s von Frau Holle (Annemarie Huck) für jeden eine „Ahle Wurscht“ und vom Publikum so viel Beifall, dass die „Grimm-Brüder“ noch ein Märchen dran hängten. (zlr)

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