Dorf wollte mehr Verkehrssicherheit

Behörde gegen Stadtteilbeirat Retterode: Kastanie und Walnussbaum bleiben

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Die Kastanie am Meisenbughaus muss stehen bleiben gegen den Willen des Stadtteilbeirats, der Schäden durch den Baum verhindern wollte, dazu eine bessere Nutzung und Pflege des Parkplatzes anstrebte.

Die beiden Bäume im Lichtenauer Stadtteil Retterode, die der Stadtteilbeirat zur Wahrung der Verkehrssicherheit innerhalb der Ortslage gern hätte entfernen lassen, müssen stehen bleiben.

Das erklärte Vorsitzender Günter Brunst nach der jüngsten Sitzung der Gemeindevertreter.

In einem Fall handelt es sich um die Kastanie am Meisenbughaus. Der Baum steht auf dem abschüssigen Parkplatz unterhalb zur Straße hin, wo ein Randstreifen mit Bordsteinen und riesigen Findlingen das Areal abgrenzt. Das erschwere dem Räumdienst im Winter die Arbeit, hatte der Stadtteilbeirat immer wieder bemängelt. Zudem sei es nicht nur im Herbst auf dem schrägen Pflaster rutschig, wenn die Kastanie ihre Blätter abwerfe, auch Algen, Unkräuter und Moos würden im Schatten des Baums übers Jahr gedeihen und den Boden schmierig machen. Außerdem fürchten die Gemeindevertreter, dass das Wurzelwerk der Kastanie Schäden an den darunter verlaufenden Versorgungsleitungen anrichten könnte. Doch sämtliche Argumente, den Parkplatz zur Straße hin zu öffnen, dabei die Kastanie zu entfernen, konnten den Vertreter der Naturschutzbehörde anlässlich eines Ortstermins nicht überzeugen: „Der Baum bleibt stehen“, entschied er.

Gleiches gilt auch für den Walnussbaum am Abzweig Hambergstraße/Zum Taubenstock. Dort ragen die Zweige des Baums in die Straße hinein, ein Ärgernis vor allem für die Fahrer von Lastwagen: die Äste schlagen an die Spiegel ihrer Fahrzeuge. Außerdem sind die heruntergefallen Früchte vor allem für Kinder, die die Stelle mit ihren Fahrrädern und Rollern passieren, wie Kugellager und damit gefährlich. Ein Anwohner beschwerte sich, dass die Gerbsäure der Nüsse auf dem Pflaster seines Grundstücks Flecken hinterlasse und bot sogar an, aus eigener Tasche für Ersatz zu sorgen.

Auch Sportplatz und Termine waren Thema

Dafür geht es auf dem Spielplatz voran: Der neue Kinderkletterturm mit Brücke und Rutsche sei bestellt, so Brunst. Mit dem Aufbau rechnet er im Frühjahr.

Zum Volkstrauertag, 17. November, laden Kirchengemeinde und Stadtteilbeirat im Anschluss an den Gottesdienst (11 Uhr) zur Gedenkfeier auf dem Friedhof ein und am Donnerstag, 5. Dezember, zum Seniorennachmittag im Meisenbughaus, Beginn 14 Uhr.

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