„Bei mir sagt keiner Nein“: Standesbeamter Stefan Wicke will Bürgermeister werden

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Sein Lieblingsort ist der Karpfenfängerteich: Bürgermeisterkandidat Stefan Wicke (SPD) lernt Hessisch Lichtenau gerade erst kennen. Der Teich mit Brücke nahe des Zentrums gefällt ihm besonders gut. „Als Bürgermeister will auch ich Brücken zwischen den Menschen bauen“, sagt er.

Hessisch Lichtenau. Stefan Wicke ist einer, der läuft. Nicht immer auf geraden Wegen, nein, gern querfeldein. „Steine räume ich aus dem Weg und Hindernisse überwinde ich", sagt der 39-Jährige selbstbewusst.

Das gelte nicht nur für den Sport, der in seinem Leben eine große Rolle spielt. Schon drei Marathons hat Wicke bewältigt. Willenskraft, Ausdauer und Hartnäckigkeit haben ihn zum Ziel geführt. „Diese Motivation lässt sich auf mein ganzes Leben übertragen. Immer weiter machen. Niemals aufgeben.“

Dann, so ist er sicher, kann er alles schaffen. Auch den Sprung vom Standesbeamten in den Chefsessel eines Bürgermeisters. Die Verantwortung macht ihm keine Angst. Immerhin habe er in den Rathäusern Schauenburg, Wabern und Borken Einblicke in Bereiche wie Personalpolitik, Ordnungsverwaltung, Kameralistik und Doppik erhalten. Und als Standesbeamter kann er von sich sagen: „Bei mir hat noch keiner Nein gesagt!“ Nur ein Paar hatte es sich einmal anders überlegt - eine Stunde vor der Trauung. „Der Raum war geschmückt, das Stammbuch und die Rede vorbereitet - aber so ist das eben. Im Leben läuft nicht alles glatt.“

In seinem eigenen auch nicht. Stefan Wicke hat drei Kinder, einen Sohn (9) und zwei Töchter (10 und 13), ist von seiner Frau aber schon seit über drei Jahren geschieden. „Wir haben trotzdem ein gutes Verhältnis. Für uns beide stehen die Kinder an erster Stelle. Das hat sich nicht geändert, auch wenn es zwischen uns nicht mehr geklappt hat.“

Seinem Sohn habe er auch schon die Lossestadt gezeigt. „Wir waren im Hallenbad und beim Karneval. Ihm hat das super gefallen, und mir auch. Ich finde, Hessisch Lichtenau hat viel Potenzial.“ Natürlich will der 39-Jährige auch hier wohnen, falls er die Wahl am 6. März gewinnt. Der Weg zu seiner Familie in Elgershausen, dem östlichsten Ortsteil der Gemeinde Schauenburg, wird dann zwar weiter, „aber das kriege ich schon hin! Meine Kinder unterstützten mich und haben sich für mich gefreut!“

Lieber Star Wars als Titanic

Doch schon jetzt wird Stefan Wicke die Zeit oft knapp. Aktuell hat er seine Arbeitsstunden reduziert, um Hessisch Lichtenau besser kennenzulernen. Oft skeptisch, aber im Kern sehr freundlich - so beschreibt der 39-Jährige die Lossestädter. „Mir gefällt das. Ich glaube, hier finde ich mich gut ein.“ Und wenn er mal abschalten möchte, bleiben ihm noch genug Hobbys. Allen voran der Sport, den er zur Zeit auch gern abends im Fernsehen vom Sofa aus genießt, gemeinsam mit seiner neuen Lebensgefährtin. Gern darf es auch ein Film sein. Stefan Wicke mag Star Wars, Herr der Ringe und Til-Schweiger-Tatorts. „Aber eine Schnulze wie Titanic ist auch mal okay!“

Am Wochenende dreht er gern eine Runde in seinem Käfer-Cabrio, an dem er mit seinem Vater schon seit Jahren herumschraubt. Der Vierzylinder-Boxermotor kann nur vom Klang eines Kult-Motorrads übertroffen werden. „Mit einer Harley Davidson unterwegs auf der Route 66 in den USA, das wäre ein Traum!“

Was Stefan Wicke morgens als erstes nach dem Aufstehen tut, lesen Sie in unserem Kandidaten-Fragebogen in der gedruckten Mittwochsausgabe der HNA-Witzenhäuser Allgemeinen.

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