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Quentel feiert 800-jähriges Bestehen

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Von: Lothar Röß

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„800-plus-2-Jahrfeier“ in Quentel feiern Felix Blumenstein (vorn von links), Torsten Krass und Sabine Neugeboren, Jens Winter (hintere Reihe von links), Steven Herbarth, Norman Heinemann, André Engelhardt, Georg Maurus (Holzkünstler), Peter Küllmer, Beate Schanze, Ulrich Blumenstein, Markus Fischer und Harald Sennhenn.
„800-plus-2-Jahrfeier“ in Quentel feiern Felix Blumenstein (vorn von links), Torsten Krass und Sabine Neugeboren, Jens Winter (hintere Reihe von links), Steven Herbarth, Norman Heinemann, André Engelhardt, Georg Maurus (Holzkünstler), Peter Küllmer, Beate Schanze, Ulrich Blumenstein, Markus Fischer und Harald Sennhenn. © Lothar Röß

Zum 800-jährigen Bestehen feierten die Quenteler unter anderem mit einem Theaterstück.

Quentel – Die „800-plus-2-Jahrfeier“ am Wochenende in Quentel hat auf der politischen Bühne für viel Wirbel gesorgt: Ministerpräsident „Volker Schlouffier“ hat der Gemeinde bei seinem Besuch am Samstagabend die Stadtrechte verliehen und Ortsvorsteher Felix Ulmenstein zum Bürgermeister erklärt.

So kurios es auch klingen mag, der Basaltstaub vom Ölberg hat den Quentelern zu weltweitem Ruhm verholfen: Das Mittel soll nicht nur den Haarwuchs fördern und die Frauen-Brüste wachsen lassen, sondern auch die begehrte blaue Pille ersetzen. Wie es aus zuverlässiger Quelle heißt, werde das Wundermittel bereits in Containern verschifft, hierzulande sei es in kleinen Fläschchen erhältlich.

Angesichts des weltweiten Rufs setzte „Schlouffier“ bei seinem Besuch noch einen drauf und erklärte Quentel zugleich zur Kreis- und Landeshauptstadt – natürlich mit der entsprechenden Konsequenz für die Kreisstadt Eschwege: Die Baumaßnahmen am Landratsamt werden eingestellt und der neue Regierungssitz in der Gemeinde an der Mülmisch gebaut. Schön wär´s, mag sich da der eine oder andere aus dem Ort gedacht haben, als die Laienspieler in ihren alten Kostümen das Theaterstück „Das Wunder von Quentel“ am Dorfgemeinschaftshaus „Alte Schule“ auf die kleine Bühne brachten.

Die Idee für die Handlung hatte Christel Diederich, geschrieben hat das Stück Bernd Diederich, in den Hauptrollen fungierten Hans Schubert als Ministerpräsident Volker Schlouffier und Ortsvorsteher Felix Blumenstein als neuer Bürgermeisters Felix Ulmenstein.

Als Heike Nölke vom Kreisausschuss am Nachmittag die Grüße der Landrätin mit der Jubiläumsurkunde überbrachte, war von alle dem noch nichts bekannt, doch die Kenntnis von den Ereignissen in Quentel dürfte auch in der Kreisverwaltung einiges Schmunzeln hervorrufen.

Obwohl Ortsvorsteher Felix Blumenstein am Sonntag scherzte, gleich am Montag als Bürgermeister Ulmenstein die Details zur Amtsübergabe im Lichtenauer Rathaus zu klären, dürften sowohl Bürgermeister Michael Heußner als auch sein designierter Nachfolger Dirk Oetzel ihren Spaß an der Geschichte finden.

In die Jubiläumsfeierlichkeiten waren die Quenteler am Samstag, Corona bedingt zwei Jahre nach dem eigentlichen Termin, mit einer Grenzwanderung gestartet. Auch wenn angesichts der hochsommerlichen Temperaturen die große Masse wohl nicht für den Ausflug in die Gemarkung zu begeistern war, für das zweitägige Programm unter freiem Himmel hätten die Bedingungen auf dem ehemaligen Schulhof besser kaum sein können. Schutz vor der Sonne fanden die zahlreichen Besucher, darunter auch viele Gäste von außerhalb, im großen Zelt und unter den aufgespannten Sonnenschirmen.

Während des Bürgerfrühstücks zum Auftakt am Sonntag und dem anschließenden Mundartgedicht „Die Empfers-Schisser Schatzpartie“, vorgetragen von Torsten Graß, hatte Holzkünstler Georg Maurus bereits am Rand des Geschehens begonnen, mit seinen unterschiedlichen Kettensägen eine eindrucksvolle Sitzbank aus Eiche mit Skulpturen zu gestalten. 1100 Euro brachte das Exemplar bei der abschließenden Versteigerung ein, der Erlös soll der Dorfgemeinschaft zu Gute kommen. (zlr)

Das Theaterstück wurde am Dorfgemeinschaftshaus aufgeführt.
Das Theaterstück wurde am Dorfgemeinschaftshaus aufgeführt. © lothar Röß/nh

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