Stadt- und Schulbücherei Hessisch Lichtenau

Gertrud Orth findet seit 18 Jahren für jeden das richtige Buch

+
Denkt an die junge Generation: Gertrud Orth hat ein besonderes Herz für Erst-Leser, die sie immer wieder mit neuen Büchern ansprechen möchte. 

Hessisch Lichtenau. Gertrud Orth hat seit 18 Jahren den Überblick über die Stadt- und Schulbücherei Hessisch Lichtenau

Es ist ruhig in der Stadt- und Schulbücherei Hessisch Lichtenau - noch. Denn zur Mittagszeit ist die Bücherei geschlossen. Nur dann hat Leiterin Gertrud Orth Zeit, ein paar Fragen zu beantworten. Danach hat sie alle Hände voll zu tun: Sie berät und gibt Tipps zu verschiedenen Büchern, kümmert sich um Neuanschaffungen und pflegt sie ins Büchereisystem ein. Mit ihren Kolleginnen Susanne Köbrich und Regina Goebel behält sie den Überblick über 6800 Bücher.

Orth arbeitet seit 18 Jahren in der Bibliothek und hegt noch immer den großen Wunsch: „Ich möchte den Menschen das Buch als Wesen nahebringen - nicht nur Erwachsenen, sondern ganz besonders Kindern.“ Jedes Werk habe einen eigenen Charakter und man könne sich darin verlieren, schwärmt die Frau aus Hessisch Lichtenau, die eigentlich gelernte Einzelhandelskauffrau und Drogistin ist.

„Durch meine Kinder war ich lange nicht im Beruf.“ Als die begeisterte Leserin wieder ins Berufsleben einsteigen wollte, bot sich ihr die Perspektive, in der Bücherei eine Teilzeitstelle anzutreten. Orth ergriff die Chance beim Schopfe: Seitdem hat sie mit ihren Kolleginnen den hohen Anspruch, über den Buchmarkt Bescheid zu wissen und auch in der Bücherei möglichst viele neue Werke anbieten zu können. Das sei nicht immer einfach, denn die Mittel sind begrenzt. Aber durch den Förderverein und Spenden, könnten immer mal wieder neue Bücher angeschafft werden, für Erst-Leser zum Beispiel.

Digitale Medien wie DVDs, Hörbücher und E-Books könne sich die Bücherei aber leider nicht leisten. Das sei schade, denn viele junge Menschen kämen so eher zum Lesen. Aber Orth ist zuversichtlich, dass das E-Book trotz seines durchschlagenden Erfolgs das traditionelle Buch nicht komplett ablösen wird: „Ich sehe das E-Book eher als sinnvolle Ergänzung, zum Beispiel für Urlaubsfahrten.“ Der Trend gehe dahin, dass Leser sich das Gefühl eines Buches in der Hand wünschen. E-Books hätten aber auch große Vorteile - zum Beispiel, dass die Schriftgröße veränderbar ist. „So kann man auch mit Sehschwäche angenehm lesen.“

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.