Bürgermeisterkandidat Friedhelm Koch macht gern - mit anderen und für andere

Vereinsmensch: Walburgs Sportplatz hat Friedhelm Koch, weil jüngst Flutlicht installiert wurde und eine neue Verkaufsbude aufgebaut werden musste, auch in letzter Zeit oft gesehen. Foto: Forbert

Walburg. Wir treffen uns am Clubhaus des Eisenbahner-Sportvereins Blau-Weiß Walburg 1902. Einen bedeutenden Teil seines Lebens hat Friedhelm Koch hier und gegenüber auf dem Fußballplatz verbracht - in verantwortlicher Funktion und als Anpacker und Motivator.

Nun will Koch Bürgermeister von Hessisch Lichtenau werden. Seine positive Grundeinstellung kommt ihm bei seiner Bewerbung sicherlich zugute: „Es geht schon was, man muss es nur machen,“ wie er sagt. Wobei er nicht allein macht, sondern andere mitzieht und auch delegiert.

Selbst machen musste er, als der bis heute aktive Fußballer 1999 bei „seinem“ ESV kritisch anmerkte, dass mehr Jugendarbeit gemacht werden müsse. „Und wer eine große Klappe hat“, erzählt er lachend weiter, „der muss dann auch...“ Genau: 1999 wurde Friedhelm zum Vorsitzenden des ESW gewählt, voriges Jahr legte er die Verantwortung in jüngere Hände und wechselte in den Ältestenrat.

Er spielt gern im Team

In seinen 16 Amtsjahren wurde eine große Spielgemeinschaft für die Jugend mit Rommerode ins Leben gerufen und später in Walburg wieder eine eigene Senioren-Mannschaft installiert und ein Trainer geholt. 2002 wurde das 100-jährige Bestehen des Vereins, der neben Fußball auch Sparten für Aerobic, Turnen und Wandern hat, groß gefeiert - mit Jugendsportwoche samt Turnieren, Disco, Tanz, Ständchenspielen im Dorf und Kommers mit über 300 Gästen. Das hat Koch natürlich nicht allein organisiert: „Man braucht ein gutes Team, das dahinter steht“, spricht er den 20-köpfigen Festausschuss an.

Jetzt im Wahlkampf unterstützt ihn auch ein Team. Das hatte beispielsweise die Idee, mit einem Wagen bei den Karnevalsumzügen in Hessisch Lichtenau und Fürstenhagen mit einem Gläsernen-Rathaus-Modell mitzufahren.

Tänzer und Büttenredner

Wobei Koch sowieso eine Ader für Karneval hat, bei den bis vor wenigen Jahren stattfindenden Faschingsfeiern im benachbarten Rommerode machte er stets mit - mit gut einstudierten Quatschtänzen und auch mal als Büttenredner. Ein Kind von Traurigkeit ist Koch wahrlich nicht, auch beim Erzählen lacht er immer mal gern. „Man darf nicht immer alles zu ernst nehmen“, sagt er denn auch. Er will lieber „mal Lockerheit reinbringen“.

Vor vielen Menschen reden, das hat er schon als junger Unteroffizier bei der Bundeswehr gelernt, auch sich durchzusetzen. „Man muss authentisch sein“, verrät er sein Rezept. Und man „muss die Menschen motivieren“. Vorher, sagt er, sei er eher zurückhaltend gewesen.

In der Feuerwehr war er früher mal aktiv dabei, vier Jahre saß er dem Personalrat der Spangenberger Stadtverwaltung vor, aktuell bringt er sich beim Bemühen der Lichtenauer Sportvereine für einen Kunstrasenplatz ein: „Das ist eine Chance, die so schnell nicht wieder kommt.“ Sich für andere einzusetzen, etwas zu machen, das ist sein Ding.

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