Gesamtanlage Altes Dorf

Denkmalplakette für Hopfelde: Auszeichnung für historische Gebäude und Straßenpflasterung

Ortsbeiratsmitglied Hartmut Sauber (links) und Ortsvorsteher Udo Eberhardt mit der Denkmalplakette und dem Zusatzschild „Gesamtanlage Altes Dorf“ auf dem Platz an der Kirche.
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Ortsbeiratsmitglied Hartmut Sauber (links) und Ortsvorsteher Udo Eberhardt mit der Denkmalplakette und dem Zusatzschild „Gesamtanlage Altes Dorf“ auf dem Platz an der Kirche.

Der Hessisch Lichtenauer Stadtteil Hopfelde ist mit der Denkmalplakette des Landes Hessen sowie dem Zusatzschild "Gesamtanlage Altes Dorf" ausgezeichnet worden. 

Im Lichtenauer Stadtteil Hopfelde liegen gleich mehrere Kulturdenkmale so dicht beieinander, dass jetzt der halbe Ort mit der Denkmalplakette des Landes Hessen samt Zusatzschild „Gesamtanlage Altes Dorf“ zum Denkmal erklärt wurde. 

Etwa 65 Zentimeter ragt der Sandstein, den Ortsvorsteher Udo Eberhardt auf dem Seitenstreifen zwischen Kirche und der steinernen Sitzgruppe gesetzt hat, aus dem Boden, um daran die beiden Plaketten des Landesamtes für Denkmalpflege anzubringen. 

Gleich in unmittelbarer Nachbarschaft steht das Fachwerkhaus „Lederecke 3“, ein Streckhof aus dem 16. Jahrhundert mit der typischen landwirtschaftlichen Bauform, dem Giebel des Wohnhauses zur Dorfstraße hin und den eng hintereinander gebauten Stall- und Scheunentrakten. Das Gebäude ist mit der Kirche der einzige Bau im Ort, das den 30-jährigen Krieg (1618-1648) überstanden hat. 

Vom alten Pflaster mit seinen markanten Bögen blieben bei der Sanierung der Ortsdurchfahrt von Hopfelde in den Jahren 2008 und 2009 im Bereich der Kirche noch etwa 300 Meter erhalten. Im Buch zur Denkmaltopografie des Werra-Meißner-Kreises, im dritten Teil, steht deshalb dazu geschrieben: „Besonders bemerkenswert war die kleinteilige Straßenpflasterung, die in eindrucksvoller Weise die Ausdehnung des historischen Ortskerns im 19. Jahrhundert vergegenwärtigte.“ 

So beginnt die Gesamtanlage mit der Hofanlage am Ortsrand neben dem Abzweig nach Walburg, dem heutigen Ponyhof Schlossberg mit seiner Zucht von Welsh-Pferden, und setzt sich fort im Verlauf der Ortsdurchfahrt mit den Gebäudegruppen mehrerer Höfe, darunter auch ein weiterer Streckhof. 

Die Ausweisung der Hopfelder Kulturdenkmale ist der Initiative von Hans Gold, Schriftführer im Lichtenauer Geschichtsverein, zu verdanken.

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