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Drachenfest in Hessisch Lichtenau stößt auf große Resonanz

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Von: Lothar Röß

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Drachenfest im Schnee: Andreas Kuck aus Epterode zählte zu den Künstlern beim ersten Lichtenauer Drachenfest.
Drachenfest im Schnee: Andreas Kuck aus Epterode zählte zu den Künstlern beim ersten Lichtenauer Drachenfest. © Lothar Röß

Das erste Lichtenauer Drachenfest war trotz etwa zehn Zentimetern Schnee und einstelliger Temperaturen, aber strahlender Sonne, am Sonntag auf dem Platz des Luftsportvereins ein Erfolg.

Hessisch Lichtenau – Zahlreiche Drachenkünstler und Familien mit Kindern sorgten mit ihren vielfältigen Flugobjekten dafür, dass es unter dem blauen Himmel über dem Flugfeld lebhaft und bunt zuging.

„Mit so viel Interesse haben wir gar nicht gerechnet“, äußerte sich Udo Schneider, Vorsitzender des Lichtenauer Luftsportvereins, überrascht vom Andrang auf dem Platz gleich zu Beginn der Veranstaltung um 11 Uhr. „Immer wieder mussten wir die abgesteckte Fläche zum Parken erweitern“, beschrieb Schneider die Situation, die ähnlich wie beim traditionellen Pfingstfliegen den Vereinsmitgliedern viel Einsatz abverlangte.

Die Idee für ein Drachenfest bestehe seit 15 Jahren, so Schneider. Als Mitarbeiter der Stadt wurde er im Büro für Kultur, Tourismus und Stadtmarketing von Ann Kathrin Pfanzelt entsprechend unterstützt: „Wir wollten etwas machen, was Familien anspricht und keine großen Kosten verursacht.“ 60 ukrainische Familien, die in der Region untergekommen sind, wurden schriftlich zum Fest eingeladen und der Einladung ein Verzehrbon beigelegt. Darüber hinaus wurden am Stand der Aktion Jugend Drachen in blau-gelb gebastelt.

Selbst genähte Flugobjekte in der Luft

Einige Familien hatten eigene Drachen in die Luft gebracht, beeindruckend waren aber vor allem die Flugobjekte der Drachenkünstler. Einer von ihnen war der 35-jährige Andreas Kuck aus Epterode, der sich besonders darüber freute, dass er diesmal nur wenige Kilometer fahren musste, um seinen Jelly-Fisch, seine Qualle, oder seine Turbine fliegen zu lassen. Er verwirklicht seinen Kindheitstraum mit der Teilnahme an Drachenfesten bis nach Dänemark, näht seine Flugobjekte zum Teil selbst. Die waren aber diesmal für die Verhältnisse in Hessisch Lichtenau einfach zu groß, dafür brauche es etwas mehr Wind, so der Epteröder.

Ähnlich erging es auch Drachenkünstlern, die sogar aus Flensburg, Fulda und Bad Arolsen angereist waren, teilweise mit überdimensionalen Modellen wie beispielsweise einem Flusspferd. Um die großen Objekte in die Luft zu bekommen, bedienen sich deren Besitzer eines Lifters, der im Flug am Ende der Leine die Spannung aufrechterhält. Unterhalb ist dann der sogenannte Leinenschmuck befestigt, der sich nicht in jedem Fall eigenständig in der Luft halten kann.

Nach dem Erfolg vom Sonntag – zeitweise wurden mehr als 50 Modelle am Himmel gezählt – sind sich Pfanzelt und Schneider einig, dass das nächste Drachenfest folgen wird.

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