Duo übernimmt Chefarzt-Posten

Klingebiel und Radebold führen Orthopädie und Unfallchirurgie in Lichtenau

Noch beim Auspacken: Tobias Radebold (links) und Dr. Jens Klingebiel folgen als die neuen Chefärzte der Orthopädischen Klinik in Hessisch Lichtenau auf Dr. Franz-Josef Müller.
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Noch beim Auspacken: Tobias Radebold (links) und Dr. Jens Klingebiel folgen als die neuen Chefärzte der Orthopädischen Klinik in Hessisch Lichtenau auf Dr. Franz-Josef Müller.

Sie sind die beiden neuen Chefärzte der Abteilung für Orthopädie, Endoprothetik, Unfall- und Handchirurgie – und kennen sich in der Orthopädischen Klinik in Hessisch Lichtenau bereits bestens aus.

Denn Dr. Jens Klingebiel und Tobias Radebold arbeiten schon länger am Mühlenberg.

Im Jahr 2002 kam Klingebiel nach Hessisch Lichtenau. „Ich hatte damals mein Vorstellungsgespräch in dem Zimmer, in dem ich gerade eingezogen bin“, erinnert sich der Arzt. Damals galt es schon als Glück, als einer der 500 Bewerber zum Vorstellungsgespräch eingeladen worden zu sein, berichtet Klingebiel. Als er dann die Stelle bekam, glich das einem 6er im Lotto, denn es gab noch keinen Ärztemangel. Ursprünglich war geplant, dass er für fünf Jahre bleibt, um seinen Facharzt zu machen, und sich dann niederlässt. Doch der 49-Jährige blieb am Mühlenberg, da er sich sowohl im Arbeitsumfeld, als auch in seinem Lebensumfeld bei Niestetal wohlfühlt. Klingebiel ist verheiratet und hat zwei Kinder im Alter von 18 und 20 Jahren.

Auch Radebold arbeitet schon lange Zeit in Hessisch Lichtenau: 2008 fing er in der Orthopädischen Klinik an. Seinen Weg dorthin beschreibt er als eine „Verkettung unglücklicher Umstände“, die sich im Nachhinein dann doch als glücklich herausstellten. Nach seinem Studium in Göttingen wollte er an eine Klinik nach München-Moosach. Stattdessen bot ihm sein Chef, der auch einer der Prüfer beim dritten Staatsexamen sein sollte, eine Stelle in Göttingen an. „Das wäre dann ungünstig gewesen, die Stelle abzulehnen“, sagte Radebold. Danach benötigte der 50-Jährige ein Jahr in einer Fachklinik für seinen Facharzt in der Orthopädie und Unfallchirurgie und kam nach Hessisch Lichtenau und blieb. Mit seiner Frau lebt er in Fürstenhagen.

Die beiden teilen sich nun den Posten des Chefarztes: Klingebiel mit seinem Schwerpunkt für Orthopädie und Endoprothetik und Radebold mit der Unfall- und Handchirurgie. Dass sie gemeinsam den Posten haben, finden sie gut. Denn obwohl jeder von ihnen bereits breit aufgestellt ist, können sie nur gemeinsam das Feld der Orthopädie und Unfallchirurgie fachlich auch wirklich abdecken. Zusammen haben sie nun auch das Büro ihres Vorgängers, Dr. Franz Josef Müller bezogen. Für die kleinen Absprachen sei das extrem wichtig. „Wir streiten uns auch immer mal wieder, was gut so ist“, sagt Radebold.

Privat fährt Klingebiel gern Ski und spielt Fußball. Während der Pandemie trainiert er nun Triathlon und plant im Juni in Dänemark an einem Ironman über die halbe Distanz teilzunehmen.

Radebold begeistert sich für Tauchen und Gleitschirmfliegen. Während auch er sich auf einen Marathon vorbereitete, stürzte er jedoch mit seinem Gleitschirm ab und wurde zur eigenen Kundschaft. Zur Entspannung schreinert er Möbel. Zudem betreut er einen Reitverein als Vereinsarzt und ist in Spangenberg beim Internationalen Springreitturnier als Turnierarzt dabei.

(Evelyn Ludolph)

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