Falscher Tiger war los beim Rathaussturm der Karnevalisten

Foto: Röß

Hessisch Lichtenau. Bürgermeister Jürgen Herwig hat vorübergehend die Herrschaft an das Hessisch Lichtenauer Prinzenpaar Silke I. und Torsten I. abgegeben.

Ganz so einfach hatte es der Verwaltungschef den Narren jedoch nicht gemacht, denn was die Stadtsoldaten mit Hofmarschall Uwe Rauschenberg nach dem Karnevalsumzug durch die Lossestadt gefesselt aus dem Bürgerbüro des Rathauses heraus brachten, sah so gar nicht nach dem Verwaltungschef aus. Im Tigerkostüm steckte jemand, wie viele vermuteten, der nicht Bürgermeister Herwig sein konnte.

Auf der Bühne am Bürgerhaus kam es dann zur Auflösung: Im Kostüm steckte Thomas Reiß, der bekanntermaßen für jeden Spaß zu haben ist. Doch wo war Herwig selbst? Der hatte sich mit langer blonder Perücke im roten Jackett unter die Menge gemischt, vor dem Gesicht das Konterfei von Bundeskanzlerin Angela Merkel. Natürlich hatte ihn Sitzungspräsident Markus Klockmann längst entdeckt und von Zeremonienmeister Roland Dach auf die Bühne führen lassen. Ohne sich groß zu zieren, gab er seine Tarnung auf und legte mit Thomas Reiß erst einmal ein flottes Tänzchen auf die kleine Bühne.

Karnevalsumzug Hessisch Lichtenau

Nachdem das Prinzenpaar mit seiner Regentschaft den Narren der Lossestadt glorreiche Zeiten in Aussicht gestellt hatte, riefen die Karnevalisten vom Karnevalsverein Hessisch Lichtenau noch zur Ehrung Gerti und Ehemann Alfred Weiser auf die Bühne, die vor 48 Jahren als erstes Prinzenpaar des Lossestädter Karnevals in die Geschichte eingegangen sind.

Von Lothar Röß

Schlagworte zu diesem Artikel

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.