Ferienspiele in der Losse: Von Egeln und Krebsen

Gar nicht so einfach: Melissa Heller und John Kleitz bauten mit ihrem Team eine Stromschnelle in der Losse. Foto: Demmer

Hessisch Lichtenau. Kinder lernen während der Ferienspiele mit dem BUND die Losse kennen

Ganz schön spannend, was da so alles in der Losse lebt. Neben Bachflohkrebsen gibt es Egel und anderes Getier, das die Kinder der Hessisch Lichtenauer Ferienspiele am Dienstag bei einer Lossebegehung mit Thomas Reimann vom BUND kennenlernten.

Mit Küchensieben und Becherlupen zogen die 14 Jungen und Mädchen los, um die Fauna des Gewässers zu studieren. „Wir haben Bachflohkrebse gefangen, die unter Steinen leben“, berichtete der neunjährige Jonathan Schwalm. Die kleinen Tiere seien besonders wichtig für die Losse, weil sie am Hinterteil einen Fächer haben, mit dem sie Schmutzpartikel aus dem Wasser filtern, von denen sie sich ernähren. „Wir halten den Käscher vor einen Stein, heben den Stein hoch und dann werden die Krebse in den Käscher gespült“, erklärte Jonathan.

Alle Tierchen, die er und seine Mitstreiter fingen, setzten sie vorsichtig in ein kleines Becken, um sie besser beobachten zu können - unter anderem auch Fliegenlarven und Pferdeegel. „Die gehören in ein Fließgewässer wie die Losse“, erklärte Thomas Reimann den Kindern. Ebenso wie der Modder am Uferrand. „Modder ist wichtig für einen Bach“, so Reimann. Vor gut 20 Jahren hatte der BUND als erstes Projekt in der Stadt die Losse renaturiert, also aus ihrem Betonbett befreit und wieder einen natürlichen Bachlauf geschaffen.

In das Lossewasser wurden die gefangenen Tiere wieder vorsichtig zurück gesetzt, denn für die Teilnehmer stand noch eine knifflige Aufgabe an. In drei Gruppen sollten sie Stromschnellen bauen, durch die sie danach Korken schickten. Der siegreichen Gruppe winkte zur Belohnung ein Eis.

Mit Feuereifer bastelten die Kinder mit Steinen einen möglichst schnellen Wasserweg und feuerten beim anschließenden Wettrennen ihren Korken lautstark an. Letztlich siegte die Gruppe von Finn Gippert, Fabian Diederich, Jan-Steffen Blumhardt, Lars Eric Müller und Immanuel Schwalm.

Es war ein spannender und lehrreicher Nachmittag für die Kinder, bei dem sie eine Menge über den Fluss ihrer Heimatstadt Hessisch Lichtenau gelernt haben. Und: Am Ende bekam natürlich jeder der Nachwuchs-Naturforscher ein Eis.

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