Unternehmer spendet Gelenkbus

Feuerwehr Hessisch Lichtenau kann künftig an altem Linienbus Einsätze üben

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Einen Gelenkbus zum Üben: Bernd Frölich (rechts) mit Stadtbrandinspektor Steffen Rödel (Mitte) und Bürgermeister Michael Heußner. Am Steuer sitzt der stellvertretende Stadtbrandinspektor Stefan Kuhnert. 

Hessisch Lichtenau. Dass Lichtenaus stellvertretender Stadtbrandinspektor Stefan Kuhnert jüngst am Steuer eines Gelenkbusses der Firma Fröhlich-Reisen saß, war kein Zufall.

Die Feuerwehr der Lossestadt ist neuerdings Besitzer des Fahrzeugs. 

Farblich passt der Bus zwar gut in den Fuhrpark der Feuerwehr, doch wer glaubt, das knapp 18 Meter lange Gefährt mit seinen 130 Steh- und 42 Sitzplätzen diene den Brandschützern künftig als Mannschaftstransportfahrzeug, der irrt: „Jetzt können wir bestimmte Szenarien von Unfällen mit Lastwagen und Bussen realitätsnah üben“, erklärt Lichtenaus Stadtbrandinspektor Steffen Rödel nach der Übergabe durch Bernd Frölich, Inhaber des Busunternehmens Frölich-Reisen.

Fröhlich hat der Feuerwehr den 18 Jahre alten Bus mit über 495.000 Kilometern auf dem Tacho kostenfrei überlassen. Die Idee, Brandschützern einen ausgemusterten Bus zur Verfügung zu stellen, hatte ein Mitarbeiter des Unternehmens, selbst Feuerwehrmann. Weil dessen Wehr keinen Stellplatz fand, ging die Anfrage an Steffen Rödel – und der sagte spontan zu.

Bus steht auch für die Wehren der Nachbarkommunen zur Verfügung

Bereits am Wochenende wird der Bus bei einer 24-Stunden-Übung der Feuerwehr Velmeden eingesetzt. Danach wird er zum neuen Stellplatz auf dem Betriebsgelände der Firma RMI (ehemals Reolit) im Industriegebiet Hirschhagen überführt. Der Bus wird abgemeldet, soll aber pfleglich behandelt werden, damit er für Übungszwecke noch lange zur Verfügung steht, so Rödel. 

Das fachgerechte Abschleppen des 28 Tonnen schweren Fahrzeugs und die Personenrettung im Zusammenspiel mit den Helfern des Deutschen Roten Kreuzes unter verschiedenen Problemlagen stellte er sich als mögliche Themen für erste Übungen mit dem Bus vor. Auch Feuerwehren benachbarter Kommunen sollen damit üben können. Inwieweit in den Fällen eine Anfahrt mit roten oder Kurzkennzeichen möglich ist, wollen die Lichtenauer Brandschützer noch klären. 

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