Wechsel an der Spitze

Steffen Rödel und Stefan Kuhnert führen Feuerwehr in Hessisch Lichtenau

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Leidenschaftliche Brandschützer: (rechts) Steffen Rödel ist neuer Stadtbrandinspektor von Hessisch Lichtenau, Stefan Kuhnert sein Vertreter.

Hessisch Lichtenau.  Die Feuerwehr in Hessisch Lichtenau wählten mit Steffen Rödel zum Stadtbrandinspektor und Stefan Kuhnert zu seinem Stellvertreter.

Wenn es einen Arbeitgeber gibt, der Verständnis für das Ehrenamt seines Angestellten hat, dann ist es der von Steffen Rödel und Stefan Kuhnert. Die beiden sind als Stadtbrandinspektor und Stellvertreter das neue Führungs-Duo der Hessisch Lichtenauer Wehr - und als Berufs-Feuerwehrmänner der Kasseler Wehr Kollegen.

„Ich bin froh, dass es jetzt geklappt hat“, sagt Rödel angesichts der Tatsache, dass die Wahl eines neuen Stadtbrandinspektors im April kurz vor der Sitzung abgesagt werden musste.

Mit ihren Ämtern übernehmen sie eine große Verantwortung, betonen beide. Die Kommune habe rund 200 aktive Kameraden und viele Vereine, „es wird nicht leicht, in Zukunft alles zusammenzuhalten“, sagt Rödel. Bereits in der Vergangenheit seien laut Kuhnert daher gemeinsame Ausbildungen der Ortsteilwehren eingeführt worden, um das Wissen aller Kameraden auf einem Standard zu halten. Die Akzeptanz für das Konzept sei gut, betonen beide. Jeden zweiten Montag im Monat ist eine andere Ortsteilwehr gefordert, eine gemeinsame Übung vorzubereiten. „Jede Feuerwehr freut sich, die Kameraden zu fordern“, sagt Rödel. Positiver Nebeneffekt: Die Kameraden spielen sich aufeinander ein. Das hilft, Einsatzzeiten zu gewährleisten.

In den kommenden Wochen wollen sich Rödel und Kuhnert erst einmal einen Überblick verschaffen, mit ihren Kameraden sprechen und nach ihren Sorgen und Nöten fragen. Technisch sei die Wehr gut versorgt, sagen beide. Auch der Fahrzeugtausch habe immer funktioniert und sowohl Jugend- als auch Einsatzabteilungen seien gut besetzt. Ein paar Baustellen gebe es jedoch noch bei sanierungsbedürftigen Feuerwehrgerätehäusern.

Ihr Ziel ist es, die Jugendarbeit weiterzuentwickeln und das hohe technische Niveau der Wehren zu halten, sagen Rödel und Kuhnert. Dabei hoffen sie auf ein offenes Ohr bei Verwaltung und Politik. „Es muss Pflicht sein, dass wir das Material bekommen, um unsere Arbeit weiterzumachen“, betont Rödel. Zudem wollen die beiden verschiedene Sachgebiete schaffen und mit Bereichsleitern besetzen. „Wenn es die nicht gibt, dann ist das Amt als Hobby nicht zu schaffen“, betont Rödel. Dass ihr künftiger Dienstherr, der designierte Bürgermeister Michael Heußner, ebenfalls aktiv in der Wehr ist, sehen beide als Vorteil. „Wir müssen nicht viel erklären, er ist im Thema“, so der Stadtbrandinspektor.

Auch wenn sie jetzt mehr Schreibtischarbeit haben, die Verantwortung im Einsatz bleibt. Und wenn sie mal nicht selbst helfen können? „Wir haben so gute Führungskräfte, auf die können wir uns verlassen“, betont das Duo.

Zur Person

Hessisch Lichtenaus neuer Stadtbrandinspektor Steffen Rödel ist 34 Jahre alt, sein Stellvertreter Stefan Kuhnert 39 Jahre. Beide Feuerwehrmäner leben in der Kernstadt und sind seit ihrer Jugend in der Feuerwehr engagiert. Angefangen bei der Jugendwehr über den Wechsel mit 17 Jahren in die Einsatzabteilung und - nach Absolvieren der entsprehenden Lehrgänge - bis zum Führungskader der Kernstadt-Wehr. Rödel ist seit 2006 Wehrführer der Lichtenauer Kameraden. Dieses Amt wird er spätestens Anfang 2017 aufgeben, um sich auf seine neue Aufgabe zu konzentrieren. Rödel ist liiert, Kuhnert verheiratet, beide sind kinderlos.

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