Flüchtlinge in Hessisch Lichtenau: Hallen für den Winter wachsen

Hessisch Lichtenau. Von der ehemaligen Wiese des Gewerbegebietes Senkefeld ist nicht mehr viel zu sehen: Das Gelände wurde geebnet, Schotterwege kennzeichnen, wo die 17 Hallen für die Flüchtlinge entstehen sollen.

Es regnet leicht, trotzdem herrscht reges Treiben. Zahlreiche Helfer sind dabei, die Gerüste der Hallen aufzubauen, überall kurven Baustellenfahrzeuge mit neuem Material herum. „Durch die schlechte Witterung hat sich der Baubeginn verzögert, jetzt sind wir aber in der Zeit“, sagt Objektleiter Heinrich Schäfer vom Regierungspräsidium Kassel. Wann genau die Hallen fertig gestellt sein sollen, steht noch nicht fest. Bis jetzt sind acht der Behausungen aufgestellt, komplett fertig ist allerdings erst eine. „Alles, was hier aufgestellt wird, ist winterfest, die Leitungen liegen unterirdisch, damit sie nicht einfrieren, und die Hallen sind gedämmt“, sagt Schäfer.

Über die Straße liefern Lastwagen immer neues Material. Es kommt größtenteils aus der Region, so sei die Lieferung schneller gegangen. „Bei den Hallen wird das Gerüst gestellt, dann folgt der Boden. Dort gibt es zuerst einen Schutz gegen Nässe, dann kommt eine Dämmungsschicht und zuletzt der Holzboden“, sagt der 52-Jährige. Danach folgten die Wände, die seien ebenfalls gedämmt. Beheizt werden die Hallen mit Erdgas.

„Es gibt 13 Hallen, in denen die Flüchtlinge untergebracht werden. In eine Halle passen etwa 94 Menschen, je nachdem, wie groß die Familien sind“, sagt Schäfer. Damit die Privatsphäre gewahrt wird, sind die Wohnbereiche voneinander abgetrennt. Zusätzlich zu den Wohnbehausungen gibt es noch vier weitere Hallen. Dort sollen die Essenausgabe, die Verwaltung und der Erste-Hilfe-Bereich untergebracht werden. „Eine der Hallen soll die sozialen Einrichtungen beherbergen, dort soll auch eine Kinderbetreuung angeboten werden“, sagt Schäfer.

Aufbau der Hallen für Flüchtlinge im Senkefeld

Bis die ersten Flüchtlinge eintreffen können, ist es allerdings noch ein weiter Weg: Auf dem 35.000 Quadratmeter großen Gelände liegen noch viele Kabel, große Löcher sind noch überall zu sehen. Die Sanitäreinrichtungen fehlen noch komplett, das einzige, das bis jetzt auf sie hinweist, sind die Rohranschlüsse. „Für die Toiletten sind Container vorgesehen“, sagt Schäfer. Die Strom- und Wasseranschlüsse seien alle komplett fertig. Auch der Bauzaun, der das Areal vor neugierigen Blicken schützen soll, steht schon. Die Security-Firma wird die gleiche sein wie die bei der Zeltstadt in Hessisch Lichtenau. „Ich hoffe, dass wir bei dieser Einrichtung von den Erkenntnissen der anderen Lager, wie mit der Security profitieren“, sagt Schäfer.

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