Für Flüchtlingskinder: Mützen häkeln im Akkord

Setzen sich für Flüchtlingskinder in Hessisch Lichtenau ein: Nicole Fleck (links) hat über 60 Mützen gehäkelt. Rosemarie Kremers hat dafür einen Koffer voller Wolle gespendet. Foto: Peukert

Hessisch Lichtenau. Nicole Fleck engagiert sich auf besondere Weise für Flüchtlingskinder: Sie häkelt Mützen

Sie sind blau, rot und grün gemustert, manche mit, andere ohne Bommel. Die Rede ist von Mützen, die Nicole Fleck in ihrer Freizeit für Flüchtlingskinder in Hessisch Lichtenau gehäkelt hat. Über 60 Stück hat sie seit Mitte September angefertigt. „Keine Farbkombination ist doppelt“, sagt Fleck stolz.

Die Idee für ihr Engagement kam spontan: „Mir macht Häkeln Spaß. Aber meine Kinder setzen keine Mützen auf. Da habe ich mich gefragt, an wen ich die Mützen verschenken kann. Da sind mir die Flüchtlingskinder eingefallen“, erklärt Fleck, die in St. Ottilien (Gemeinde Helsa) lebt. „Die Kinder können die Mützen bei dem kalten Wetter sicherlich gut gebrauchen.“ Die 42-Jährige hat sich bereits vergangenes Jahr sozial engagiert und im Klinikum Kassel 25 selbst gehäkelte Mützen für krebskranke Kinder gespendet.

Fleck hatte zunächst selbst Wolle gekauft. Doch dann hat Rosemarie Kremers einen großen Koffer voller Wolle, der ihrer verstorbenen Mutter gehörte, gespendet. „Ich finde die Mützen super. Sie sind individuell und mit viel Liebe gemacht“, sagt Kremers.

Die Mützen hat Fleck in unterschiedlichen Größen angefertigt. Von Größe XS für Kleinkinder zwischen drei und vier Jahren bis Größe M für Kinder ab elf Jahren ist für jeden etwas passendes dabei. Im Durchschnitt schafft die gelernte Bürokauffrau eine Mütze am Tag. Dafür benötigt sie etwa eineinhalb Stunden. „In Bestzeiten habe ich auch schon drei Stück an einem Nachmittag geschafft, aber dann habe ich nur noch meinen Haushalt nebenbei gemacht“, erzählt sie lachend.

Fleck hat ein paar ihrer Mützen bereits in der Stadt an Flüchtlingskinder verteilt: „Die haben sich riesig darüber gefreut“. Nun will die 42-Jährige ihre selbst gehäkelten Werke in der Flüchtlingsunterkunft in Hessisch Lichtenau verteilen.

Aufgrund der momentanen Wetterlage wurden die Flüchtlinge aus der Zeltstadt in Unterkünfte in der Umgebung gebracht, da die Aufbauarbeiten im Senkefeld noch nicht abgeschlossen sind. Fleck muss sich mit der Übergabe ihrer Mützenspende somit noch etwas gedulden.

„Ich würde gerne weiterhäkeln, aber ich habe keine Wolle mehr“, sagt Fleck. Sie ist nun auf der Suche nach Sponsoren, um neue Wolle kaufen zu können.

Wer sie in ihrem Vorhaben unterstützen will, kann sich per Mail bei ihr melden: nicole-fleck@freenet.de

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