Pressekonferenz

Fusion von Vitos und Lichtenau e.V. ist geplatzt

Mahnwache: Die Mitarbeitervertretung hatte vor zwei Wochen gemeinsam mit den Mitarbeitern auf dem Gelände von Lichtenau e.V. seinen Unmut bezüglich der möglichen Fusion mit Vitos zum Ausdruck gebracht. Archivfoto:  Shuhaiber

Hessisch Lichtenau. Die Konzernfusion von Lichtenau e.V. und der Vitos GmbH ist offenbar vom Tisch.

Wie der theologische Vorstand Pfarrer Christian Peukert am Donnerstagmittag während einer Pressekonferenz mitteilte, hat das Kuratorium von Lichtenau e.V. diesen Beschluss während seiner Sitzung am Mittwochnachmittag gefasst. Das Kuratorium hatte 2012 einen Konzeptwettbewerb zur Suche eines strategischen Partners ausgeschrieben.

Aktualisiert um 15.25 Uhr

Im Zuge dessen wurden Gespräche mit mehreren möglichen Fusionspartnern geführt. Im vergangenen Jahr hatten sich intensivere Gespräche mit Vitos herauskristallisiert. Wie sich der Konzern künftig strategisch ausrichten wird und ob es andere mögliche Kooperationspartner gibt, wollte der Vorstand von Lichtenau e.V. nicht beantworten. „Das Unternehmen ist stark und zukunftsorientiert am Markt positioniert. Das bedeutet, dass Kunden und Patienten auch in Zukunft ohne Einschränkungen auf qualitativ höchstem Niveau versorgt und behandelt werden“, sagte Peukert lediglich. Welche Konzepte künftig im diakonischen Verbund verfolgt werden, will der Vorstand gegenüber unserer Zeitung erst im kommenden Jahr vermelden. Unter den Mitarbeitern wurde der Gesprächsabbruch während der Weihnachtsfeier am Mittwochabend mit „tosendem Applaus“, honoriert, sagte der stellvertretende Vorsitzende der Mitarbeitervertretung (MAV), Klaus Pflüger, am Mittwoch im Gespäch.

Auch der MAV-Vorsitzende, Thomas Steeger, bewertete den Gesprächsabbruch zwischen Lichtenau e.V. und Vitos positiv: „Wir wissen, dass eine Kooperation künftig nötig ist, aber wir sind gegen eine Fusion.“ Lichtenau e.V. solle demnach mit einem Partner auf Augenhöhe gemeinsam zukunftsfähige Konzepte entwickeln, aber als Konzern eigenständig bleiben. (alh)

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