Schwierige Situation für Hobbysportler

Fußballvereine fordern Bau eines Kunstrasenplatzes

Hessisch Lichtenau. Die Hessisch Lichtenauer Fußballvereine fordern das Stadtparlament auf, in der kommenden Sitzung am 9. Dezember im Haushalt 2017 100.000 Euro für den Bau eines Kunstrasenplatzes an der Hopfelder Straße einzustellen.

Das geht aus einer Pressemitteilung hervor, die der TSG Fürstenhagen, Rot Weiß Fürstenhagen, die Spielvereinigung Hopfelde/Hollstein, der Lichtenauer FV, der SV Velmeden und der ESV Walburg verfasst haben. Bereits zweimal hatten die Stadtverordneten die Entscheidung verschoben. Die Verzögerung bringe nun alle Hobbysportler in eine schwierige Situation, denn normale Rasenplätze seien im Winter unbespielbar. Da der alte Hartplatz aber nicht zur Verfügung steht, könnten 300 Jugendliche und 200 Senioren nicht richtig trainieren.

Folgendes ist geplant: Der Kunstrasenplatz wird laut Mitteilung etwa 600 000 Euro kosten. Das Regierungspräsidium steuert 130 000 Euro bei. Das ist die Summe, die nötig gewesen wäre, um den Platz nach Abbau der Zeltstadt für Flüchtlinge in seinen alten Zustand zu versetzen. Der Betrag könnte sich auf 200 000 Euro erhöhen, falls das eingeplante Geld dafür nicht ausreicht. Das Land Hessen gewährt einen Zuschuss von 120.000 bis 150.000 Euro (20 bis 25 Prozent der Gesamtsumme), der Werra-Meißner-Kreis von 60.000 Euro (zehn Prozent der Gesamtsumme).

Auch der Landessportbund könnte die Vereine unterstützen, in welcher Höhe ist noch unklar. 45.000 Euro verbleiben bei den Vereinen, bei drei Gewerken, die in Eigenleistung erbracht werden.

Jetzt hänge alles vom Fördergeld der Stadt ab, die für das Bereitstellen des Hartplatzes für Flüchtlinge bereits Einnahmen von 130.000 Euro erhalten habe. „Dieser Betrag hätte für die Wiederherstellung des Platzes zurückgelegt werden müssen“, wovon die Vereine in ersten Kalkulationen auch ausgegangen waren. Das Geld sei aber anderweitig verwendet worden, heißt es. So seien seitens der Stadt nur 100.000 Euro in Aussicht gestellt worden.

Die Vereine wollen sich verpflichten, alle Anträge zur Errichtung des Platzes und auf Fördergeld zu stellen. Außerdem wollen sie per Pachtvertrag die laufende Bewirtschaftung übernehmen, sodass die Stadt als Eigentümer erhebliche Kosten spare. Bei allem Engagement wolle man aber kein unkalkulierbares Risiko eingehen, das die Existenz der Vereine gefährde. „Es bleibt zu hoffen, dass dies auch entsprechend seitens der Politik gewürdigt, und nicht ausgebremst wird.“

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