Heeresmusikkorps Kassel gastierte mit neuem Leiter

Wohltätigkeitskonzert: Nach einem Jahr Pause gastierte am Dienstag das Heeresmusikkorps aus Kassel wieder in Hessisch Lichtenau. Ersmals als Dirigent dabei war Hauptmann Tobias Terhardt (kleines Bild). Fotos: Röß/Fischer

Hessisch Lichtenau. Nach einem Jahr Pause gastierte am Dienstag das Heeresmusikkorps aus Kassel wieder in Hessisch Lichtenau.

Für die Heeresmusiker hat der Auftritt im Bürgerhaus der ehemaligen Garnisonsstadt Tradition, für ihren Leiter, Hauptmann Tobias Terhardt, war es die Feuerprobe.Der Offizier hatte erst einen Tag zuvor, 1. Dezember, die Leitung des Orchesters übernommen und damit in der Lossestadt mit diesem seinen ersten öffentlichen Auftritt. Natürlich nicht ganz unvorbereitet, denn seit dem 23. November hatte er mit den Musikern geprobt. Und das mit Erfolg, wie bereits nach den ersten Takten zu hören war.

Kaum hatten die Heeresmusiker die Bühne in Beschlag genommen, ging es auch schon mit dem Parademarsch Nr. 1 los, ganz nach dem Geschmack der Freunde der Militärmusik. Längst wissen die Besucher des Konzerts jedoch, dass das Orchester mehr als nur Marschmusik im Repertoire hat, und brauchten darauf auch nicht lange zu warten. Schon mit dem dritten Programmpunkt entführte Terhardt die Besucher mit Lohengrins „Morgenlied und Aufzug der Heere“ in die Welt der Oper. Damit war auch der Moment für die beiden Trompetenduos gekommen, die in einigen Passagen ihren großen Auftritt hatten. Vom Schlachtfeld ging’s im fliegenden Wechsel mit „Adventure on Earth“, der Filmmusik von John Williams, zu E.T., dem Außerirdischen, in Richtung Moderne.

Auch wenn kein Pärchen im Saal der Aufforderung des Dirigenten nachgekommen war, zur Musik der Schlager aus den 1920er Jahren ein Tänzchen zu wagen, so fanden die lateinamerikanischen Rhythmen von „Amapola“ doch Gefallen, wie der Beifall verriet. Zweifelsohne war das Medley mit Hauptfeldwebel Markus Klöppner in der Rolle von Frank Sinatra ein Höhepunkt.

Zum ersten Mal beeindruckte das Orchester, das in der Lossestadt traditionell zur Adventszeit auftritt, auch mit deutschen und internationalen Weihnachtliedern. Hauptfeldwebel Klöppner sang „White Christmas“ auf Englisch und Deutsch. Kein Wunder, dass am Ende anhaltend applaudiert wurde und das Publikum drei Zugaben erklatschte. Zweite Zugabe war der Klassiker unter den Märschen, der Radetzky-Marsch, bevor sich die Heeresmusiker mit der Nationalhymne verabschiedeten.

Bernd Quittkat, Organisator des Wohltätigkeitskonzerts zugunsten der Aktion für behinderte Menschen im Werra-Meißner-Kreis, deren Vorsitzender er auch ist, freute sich nicht nur über ein volles Haus: viele der Besucher hatten zuzüglich zum Eintrittsgeld eine Spende mit überwiesen. Auf diesem Wege waren allein 1400 Euro für den guten Zweck in die Kasse flossen.

Für das Wohltätigkeitskonzert 2016 kündigte Quittkat die Egerländer, eine kleinere Besetzung des Heeresmusikkorps, an. (zlr)

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