Neujahrsempfang im Bürgerhaus

Herwig: Hessisch Lichtenau schrumpft nicht mehr

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Närrische Gäste: Hofdame Sabine Hehlgans (von links) und Hausmarschall Mario Bernhardt vom Karnevalsverein Hessisch Lichtenau wünschen sich für 2015 wie das amtierende Lossestädter Prinzenpaar Silke und Torsten Kühlborn einen stimmungsvollen Karneval und Sonnenschein zum Umzug am Rosensonntag.

Hessisch Lichtenau. Dass der Einwohnerverlust von Hessisch Lichtenau zum Stillstand kam, freute Bürgermeister Jürgen Herwig und die Besucher des Neujahrsempfangs im Bürgerhaus. Es gab aber auch einen Eklat.

Auch wenn dem Schutzschirm in Hessisch Lichtenau seit geraumer Zeit vieles zum Opfer fallen musste - zumindest der Neujahrsempfang konnte an der Seite des Partners Lichtenau e.V. gerettet werden. Für Freitag hatten beide ins Bürgerhaus der Lossestadt eingeladen.

Eine Partnerschaft, die viel Publikum garantiert. So hatten sich von Lichtenau e.V., einem der größten Arbeitgeber im Kreis, viele Mitarbeiter unter die Vertreter aus Kirche und Wirtschaft, Handel und Banken sowie Politik, Vereinen und Verbänden gemischt, sodass Bürgermeister Jürgen Herwig wie Pfarrer Dieter Christian Peuckert als theologischer Vorstand der Einrichtung vor vollem Haus die Ehrengäste mit Landrat Stefan Reuß sowie den beiden Landtagsabgeordneten Dirk Landau (CDU) und Lothar Quanz (SPD) an der Spitze begrüßen konnten.

Auch wenn Bürgermeister Herwig am Ende seines Rückblicks auf 2014 mit dem Hinweis auf einen Zuwachs von zwölf Einwohnern allgemeines Schmunzeln im Saal ausgelöst hatte, so ist das Signal nicht zu unterschätzen, dass zumindest im vergangenen Jahr der Bevölkerungsrückgang in der Lossestadt gestoppt werden konnte. Noch erfreulicher dürfte die Nachricht des Verwaltungschefs ausgefallen sein, dass die Neuverschuldung für 2015 auf 879 000 Euro gesunken ist, damit das Ziel eines ausgeglichenen Haushalts für 2018 realistisch erscheint und die Sparmaßnahmen unter dem Schutzschirm sich offenbar ausgezahlt haben. Mit dem Hinweis auf die Neueröffnung des Drogeriemarktes Rossmann und der Umzug des Edeka-Marktes ins Steinweg-Center noch im Februar schloss er seine Vorschau auf 2015.

Gert Merkels Protest 

Von alledem hatte Pfarrer Gert Merkel aus Fürstenhagen jedoch nichts mehr mitbekommen, nachdem der unter Protest vorzeitig den Saal verlassen hatte. Herwig hatte in seinem Rückblick auf 2014 gesagt, dass die neu gebaute Kindertagesstätte Forellenfänger in Fürstenhagen die Stadt 1,8 Millionen Euro gekostet habe. Dabei ließ er die Kirche, die einen erheblichen Beitrag zur Finanzierung des Projektes geleistet hat, vollkommen unerwähnt. Das hatte den Geistlichen so sehr empört, dass er unüberhörbar protestierend den Raum verlassen hatte.

Pfarrer Dieter Christian Peuckert hatte seine Ansprache unter das Motto „Zukunft gestalten“ gestellt und ein klares Bekenntnis dazu abgegeben, dies gemeinsam mit den Menschen anzugehen, die ihm zur Seite gestellt sind. Als Investitionen in die Zukunft kündigte er als nächste Projekte den Umbau des Querschnittgelähmten-Zentrums der Klinik, die Unterstützung des Kassel-Marathons mit Handbikes, die Veranstaltung eines medizinischen Kongresses vor Ort und die Weiterentwicklung der Vereinsbereiche in den sozialen Diensten der Einrichtung an.

Neujahrsempfang in Hessisch Lichtenau

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