Hessisch Lichtenau: Busse mit Flüchtlingen eingetroffen

Flüchtlingsunterkunft im Senkefeld noch immer nicht fertig

Ankunft in Heli: Montagabend sind die ersten 90 Flüchtlinge mit dem Bus in der neuen Unterkunft eingetroffen.

Hessisch Lichtenau. Mit zwei Bussen aus Gießen sind am Montagabend die ersten 96 Flüchtlinge in der neuen Unterkunft im Senkefeld in Hessisch Lichtenau angekommen.

Hauptsächlich handele es sich um Familien, aber auch alleinreisende Männer seien mit dabei, sagt Michael Conrad, Sprecher des Regierungspräsidiums in Kassel. Die meisten von ihnen sind Syrer, Iraker, Afghanen, Albaner und Kurden.

Aktualisiert um 18.07 Uhr

Auch nach wochenlanger Arbeit ist die Erstaufnahmeeinrichtung immer noch nicht komplett fertig. Eigentlich sollte es schon im Oktober losgehen. Wesentlicher Grund für die Verzögerung waren Probleme mit den Sanitärcontainern. Dort sei mangelhafte Technik verbaut worden und es musste nachgebessert werden, so Conrad. Die Container kommen aus dem Ausland, da sie in Deutschland aufgrund der hohen Nachfrage derzeit kaum noch zu bekommen sind. Deshalb laufen im Senkefeld noch Nachbesserungsarbeiten und auch die Sanitäranlagen sind noch nicht alle installiert.

Bis Ende Januar kann laut Conrad aber voll belegt werden. Die Unterkunft bietet Platz für bis zu 1250 Menschen. Ob auch an den Feiertagen oder bis Jahresende noch weitere Flüchtlinge in Hessisch Lichtenau ankommen, konnte Conrad nicht sagen. Das Regierungspräsidium hat aber bereits weitere 99 freie Plätze nach Gießen gemeldet. Die Stadt hat das 34 000 Quadratmeter große Gelände im Senkefeld an das Land Hessen vermietet. Die jährlichen Pachteinnahmen liegen bei 400 000 Euro. Das Regierungspräsidium verwaltet für das Land die Erstaufnahmeeinrichtung. Die Verantwortung für den Betrieb liegt beim Deutschen Roten Kreuz.

Im Erstaufnahmelager in Sontra sind bislang noch keine Flüchtlinge untergekommen, teilte Bürgermeister Thomas Eckardt mit.

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