Hessisch Lichtenau gewinnt Preis für barrierefreie Innenstadt

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Kinderwagen und Rollstuhlfahrer: Viele profitieren vom neuen Innenstadtring. 

Hessisch Lichtenau. Mit dem Projekt „Barrierefreie Innenstadt" gewann sie den bundesweiten Ideenwettbewerb „Jeder will alt werden, keiner will alt wohnen" von Kubus 360 des Innovationskraftwerks.

Der erste Preis ist mit 2500 Euro dotiert und wurde kürzlich in Stuttgart an Bürgermeister Jürgen Herwig vergeben. Damit setzte sich die Lossestadt unter insgesamt 138 angemeldeten Projekten durch.

„Ich freue mich außerordentlich, dass unser Projekt so große Anerkennung gefunden hat. Niemals hätten wir damit gerechnet, unter den Preisträgern zu landen“, sagte Herwig bei der Preisverleihung. Für ihn ist der Erfolg umso schöner, weil das Projekt im Vorfeld kontrovers diskutiert worden war - insbesondere der Ausbau eines barrierefreien Geh- und Fahrstreifens in der Altstadt.

Auf einer Länge von rund 750 Metern wurde ein behindertengerechter Streifen ausgebaut, über den alle Menschen die zentralen Stellen in der Innenstadt gut erreichen können. Das Projekt der „Barrierefreie Innenstadt“ kann nun mit 5000 Euro fortentwickelt werden. Das Geld steuert die Berliner Inno-Focus Businessconsulting GmbH zusätzlich zum Preisgeld für die Ideenumsetzung bei. Außerdem hat sich aus der Jury ein Beraterkreis angeboten, der Jürgen Herwig gemeinsam mit Kubus 360 bei der weiteren Verwirklichung der Vision von der barrierefreien Innenstadt unterstützen wird.

Mittlerweile folgen andere Kommunen im Werra-Meißner-Kreis dem Lichtenauer Beispiel: Im Hinblick auf Barrierefreiheit prüft beispielsweise die Stadt Witzenhausen eine Umgestaltung des gepflasterten Marktplatzes. 

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