Umzug Anfang 2018 geplant

Hessisch Lichtenau mietet Räume für Bürgerbüro an

In trockenen Tüchern: Verwalter Florian Burg (von links) und Bürgermeister Michael Heußner haben den Vertrag unterzeichnet, hier zu sehen mit Melissa Schweiger vom Bürgerbüro, Büroleiter Jens Hellmer und den Miteigentümern Karin Kiel und Jan-Philipp und Vater Dieter Klüber. Foto:  Skupio

Hessisch Lichtenau. Voraussichtlich Anfang 2018 wird das Bürgerbüro der Stadt Hessisch Lichtenau in die ehemaligen Räume des Schlecker-Marktes umziehen. Dies verkündete Bürgermeister Michael Heußner am Dienstag bei der Unterzeichnung des Mietvertrags für die seit fünf Jahren leer stehende Immobilie.

„Aber wir sind zuversichtlich, dass wir früher einziehen können“, sagte Heußner. Denn die Umbauarbeiten sind bereits in vollem Gange: Momentan findet ein Durchbruch vom ehemaligen Schlecker-Markt zum Schusterladen, der früher nebenan angesiedelt war, statt. Die Baukosten werden über den Mietpreis abgebildet, dieser beträgt monatlich 1273,32 Euro kalt. „Wir haben in den vergangenen Jahren nicht mehr ausgebildet und auch keine Stellen neu besetzt, die Belastung der Mitarbeiter war sehr hoch, im Bürgerbüro saßen die drei Antragsteller Rücken an Rücken, Intimsphäre war nicht möglich“, begründete Heußner diesen Schritt.

Auf den dann insgesamt 243 Quadratmetern sollen fünf klassische Arbeitsplätze entstehen: Neben dem Bürgerbüro, in dem man als künftigem Familienbüro alle Anliegen von der „Wiege bis zur Bahre“ erledigen könne, sollen im Bereich des ehemaligen Schusterladens zwei Arbeitsplätze für das Stadtmarketing untergebracht werden. „Für das Stadtmarketing gibt es einen eigenen Eingang, es ist dank des Durchbruchs jedoch auch über das Bürgerbüro erreichbar“, sagte Heußner. Durch die Ausgliederung des Stadtmarketings werde das Bürgerbüro entlastet, die Mitarbeiter könnten sich wieder auf ihre Kernkompetenzen beschränken. Zudem sei der neue Standort gut gelegen, denn Touristen hätten sich zudem selten in den ersten Stock des Rathauses verirrt.

Außerdem werden im hinteren Bereich ein Besprechungsraum, ein Sozialraum mit Küche und eine Toilette entstehen. „Bisher hatten wir nur eine Küche mit Sitzecke für vier bis fünf Mann“, sagte Heußner. Durch die kurzen Wege vom schräg gegenüberliegenden Rathaus könnten alle Mitarbeiter davon profitieren. Im Besprechungsraum könnten künftig Personalratssitzungen stattfinden, welche die im Rollstuhl sitzende Schwerbehindertenvertreterin problemlos erreichen könnte. „Barrierefreier als in den Räumen des ehemaligen Schlecker-Marktes geht es nicht“, freute sich Heußner nicht nur im Hinblick auf Mitarbeiter und Besucher mit Handicap, sondern auch auf Mütter mit Kinderwagen, die bisher immer auf fremde Hilfe angewiesen waren, um das Bürgerbüro im ersten Stock zu erreichen. Zudem stehe eine behindertengerechte Toilette künftig zu den Öffnungszeiten des Bürgerbüros allen zur Verfügung. Schätzungsweise 15.000 Euro investiert die Stadt in die Ausstattung der neuen Räume.

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