Hessisch Lichtenau rüstet Laternen um: LED statt herkömmliche Lampen

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Umstellung auf LED: Armin Fischer (hinten links) und Niklas Riedemann wechseln die Lampen, während (vorne von links) Ulrich Rodewald, Sascha Stück, Timo Grebe, Bürgermeister Michael Heußner und THomas Fischer zusehen.

Hessisch Lichtenau. „Wir haben ein Millionenprojekt gestartet“, sagt Hessisch Lichtenaus Bürgermeister Michael Heußner beim Startschuss, alle Straßenlampen auf Leuchtdioden (LED) umzustellen.

Rund 971.000 Euro werden investiert, um die alten Lampen gegen neue Modelle auszutauschen, 90 Prozent davon werden über das kommunale Investitionsprogramm (KIP) finanziert. „Durch KIP ist es möglich geworden, diese Investition zu stemmen“, so Heußner. 

Hinzu kommen Kosten für Lampenmasten. Im Zuge der Umstellung werde jeder Mast kontrolliert und ein Teil erneuert, finanziert aus städtischen Mitteln, so Heußner. Für das kommende Jahr stehen für die Masten 45.000 Euro im Haushalt. In diesem Jahr wurden bereits gut 10.000 Euro investiert.

Mit der Umstellung auf LED können die Straßen wieder die ganze Nacht beleuchtet werden. Seit einigen Jahren waren laut Heußner ein Teil der Straßenlampen nachts abgeschaltet worden, um Kosten zu sparen. Davor seien 140 000 Euro Energiekosten angefallen. Nun sollen wieder alle Lampen glühen, allerdings zwischen 22 und 5 Uhr mit halber Kraft. „Das rechnet sich innerhalb von zehn Jahren“, sagt Heußner.

Insgesamt werden rund 2370 alte Lampenköpfe ausgetauscht. 140 historische Altstadtlampen bekommen Leuchtmittel, die in den Schirm eingesteckt werden. Dazu kommen 800 so genannte Glockenleuchten, die einen runden Schirm besitzen und 1400 flache Leuchten in drei unterschiedlichen Größen.

Nacheinander werden in den kommenden Monaten die 44 Schaltkreise in Hesssich Lichtenau und Ortsteilen umgerüstet, so Heußner. Dabei werden Hauptverkehrswege wie zum Beispiel am Bürgerhaus oder an der Mehrzweckhalle Fürstenhagen vordringlich umgestellt.

Bis spätestens April – je nach Wetterlage – sollen die Arbeiten fertig sein, sagt Thomas Fischer, Leiter des EAM-Regioteams Hessisch Lichtenau, das die Arbeiten ausführt. Durch die Umstellung werden rund 70 Prozent Energie und so jährlich etwa 60 000 Euro eingespart, sagt Projektleiter Timo Grebe. 

Zudem hätten die Lampen mit 100 000 Leuchtstunden eine ganz andere Lebensdauer als herkömmliche Lampen. Zusätzlich werden die Masten während der Arbeiten nummeriert, so dass Defekte genau gemeldet werden können.

Interessant sei der Vergleich zwischen alten und neuen Lampen, so Bauamtsleiter Ulrich Rodewald. Die neue Beleuchtung sei deutlich heller. Es ist eine intelligente Technik, ergänzt Grebe. Die Lampen berechnen selbst, wann sie sich abdimmen. Und sie seien präzise: „Wir bauen eine Straßen- und keine Vorgartenbeleuchtung.“ 

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