Stelle erneut unbesetzt

Hessisch Lichtenau: Stadtbrandinspektor Falk Klingbeil tritt zurück

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Erst trat der eine zurück, nun der andere: Timo Imdahl (links) war stellvertretender Stadtbrandinspektor in Hessisch Lichtenau und verließ nach nur 16 Wochen sein Amt. Nun tritt auch Stadtbrandinspektor Falk Klingbeil zurück.

Hessisch Lichtenau. Wieder wird bei der Freiwilligen Feuerwehr in Hessisch Lichtenau das Amt des Stadtbrandinspektors frei.

Falk Klingbeil hat seinen Rücktrittswunsch beim Bürgermeister eingereicht und um Entlassung zum 31. Mai gebeten. Das gibt die Wehr in einer Pressemitteilung bekannt.

Bereits in einem Brief der Feuerwehr an die Stadträte des Magistrats wurde diese Information angedeutet. Nun ist der Rücktritt Klingbeils offiziell. Warum er zurücktritt, ist nicht bekannt – ebenso wenig wie bei seinem Stellvertreter Timo Imdahl, der im April das Amt niederlegte. 

In dem Brief wurde zudem deutlich, dass die Feuerwehr die Konflikte mit dem Bürgermeister Hessisch Lichtenaus für so gravierend hält, dass sich die Führungskräfte an die Stadträte wandten. Als Grund dafür gibt die Feuerwehr „ein Problem bei der Zusammenarbeit der Freiwilligen Feuerwehr mit dem Bürgermeister Herr Heußner“ an – genauere Ursachen nennt sie nicht.

Feuerwehr bestreitet interne Probleme 

Die Probleme seien mit den Stadträten besprochen worden, und nun solle gemeinsam eine Lösung gefunden werden. Das bestätigte auch der Erste Stadtrat Michael Flohr am Donnerstag auf Anfrage. Dass es Konflikte innerhalb der Feuerwehr oder mit der Verwaltung gibt, streitet die Wehr in der Pressemitteilung ab.

Sie habe bewusst das Gespräch mit den Stadträten gesucht und nicht mit der Öffentlichkeit, um „zum Wohle der Feuerwehr“ zu handeln. Dieser Weg werde weiterhin beibehalten. Man sei enttäuscht, dass die Probleme seitens des Bürgermeisters „als Stimmungsmache dargestellt werden“ und arbeite an einer Lösung. Laut Mitteilung ist die Einsatzbereitschaft nicht beeinträchtigt, und die Bevölkerung müsse sich keine Sorgen um ihre Sicherheit machen.

Fraktion Team Howorka vermutet Komplott

Für die Fraktion „Team Howorka“ im Hessisch Lichtenauer Stadtparlament muten die Differenzen „wie ein Komplott gegen den Bürgermeister an“. Das gibt der Franktionsvorsitzende Andreas Howorka in einer Pressemitteilung bekannt.

Howorka spricht von einer „Heckenschützenmentalität“, die dem Ansehen der Feuerwehr schade und „aufs Schärfste verurteilt wird“. Außerdem macht die Fraktion dem Ersten Stadtrat den Vorwurf, „konspirative Gespräche unter Ausschluss des Bürgermeisters“ mit der Feuerwehr geführt zu haben.

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