Hessisch Lichtenau

Stadtverordnete stimmen für Einrichtung an der Industriestraße

An der Industriestraße gegenüber der Zelt-Firma Wigo soll der Sammel- und Aufbereitungsplatz eingerichtet werden. Im Vordergrund das städtische Grundstück und hinter dem Vegetationsstreifen das Grundstück, das getauscht wird.
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An der Industriestraße gegenüber der Zelt-Firma Wigo soll der Sammel- und Aufbereitungsplatz eingerichtet werden. Im Vordergrund das städtische Grundstück und hinter dem Vegetationsstreifen das Grundstück, das getauscht wird.

Erst nach einer Unterbrechung ihrer Sitzung am Freitag stimmten die Lichtenauer Stadtverordneten bei neun Enthaltungen mehrheitlich dem Projekt des Abfall-Zweckverbands „Holzige Biomasse“ zu, das die Einrichtung eines Sammel- und Aufbereitungsplatzes an der Industriestraße vorsieht, verbunden mit einem Grundstückstausch. 

Hessisch Lichtenau - Weil die SPD-Fraktion noch Klärungsbedarf hatte (Kann der Bürger dort auch seinen Rasenschnitt anliefern? Wer trägt die Kosten für Personal und Maschinen? Lässt es sich vertreten, dass ein Drittel des Grundstücks wegen der darüber verlaufenden Hochspannungsleitung nicht zu verwenden ist?), regte Dirk Oetzel (SPD) an, die Abstimmung über beide Vorlagen in die Oktobersitzung zu vertagen.

Mit Blick auf das Bauvorhaben des derzeitigen Grundstückseigentümers, dem die Hälfte des Areals gehört und der Bereitschaft zum Tausch mit einem Grundstück im Industriegebiet Ost neben der Straße „Am Hambacher Weg“ signalisiert hat, wies Bürgermeister Michael Heußner (CDU) jedoch auf die Dringlichkeit der Abstimmung hin – zumal das Regierungspräsidium auch noch zustimmen muss.

Daraufhin beantragte Oetzel, die Abstimmung zu splitten, über den Grundstückstausch sofort, über die Einrichtung des Platzes im Oktober abzustimmen. Dann lenkte er aber ein und appellierte für eine Sitzungsunterbrechung. In dieser Zeit gelang es Heußner, die Fraktionsvorsitzenden zu überzeugen.

Damit steht aus städtischer Sicht der Umsetzung des Projekts nichts mehr im Weg. Das Grundstück an der Industriestraße, wo zuletzt die Wohncontainer für die A44-Tunnelarbeiter standen, soll künftig der Sammlung, Lagerung und Aufbereitung von holziger Biomasse wie Ast- und Strauchschnitt aus dem privaten Bereich, von kommunalen Flächen und aus der Landschaftspflege dienen.

Die Genehmigung sieht auch die Lagerung von krautigem Grüngut, Bauschutt, Erdaushub sowie Material des Bauhofs wie Sand- und Betonsteine, Kies, Sand und Schotter vor. Die maximale Lagerkapazität beträgt 100 Tonnen. Heußner schloss die Möglichkeit nicht aus, einen geschlossenen Container für den Grasschnitt der privaten Haushalte aufzustellen.

Das Tauschgeschäft mit dem Grundstücksnachbarn wurde vereinbart, da die Fläche des vorhandenen städtischen Grundstücks allein nicht ausreicht.

Im Trassenbereich der 110-KV-Leitung sind nach Rücksprache mit der Avacon Netz GmbH Arbeiten mit angehobener Radlader-Schaufel nicht möglich, da diese eine Höhe bis zu sieben Metern habe. Es spreche jedoch nichts gegen die Nutzung von Fahrzeugen mit maximal fünf Metern Höhe. (Lothar Röss)

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