Hopfelde feiert sein 650-Jähriges

Urkunde bestätigt: Hopfelde ist zwölf Jahre älter als gedacht

Ist älter als gedacht: Die Abschrift einer Urkunde beweist, dass es Hopfelde schon am 28. Oktober 1371 gegeben hat. Der Stadtteil von Hessisch Lichtenau ist also mindestens 650 Jahre alt.  archiv
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Ist älter als gedacht: Die Abschrift einer Urkunde beweist, dass es Hopfelde schon am 28. Oktober 1371 gegeben hat. Der Stadtteil von Hessisch Lichtenau ist also mindestens 650 Jahre alt.

Wegen eines Zeitungsartikels plant der Ortsbeirat von Hopfelde nun ein Jubiläum. Denn die HNA berichtete über die Abschrift einer Urkunde, die ein längeres Bestehen beweist.

Hopfelde – Lokalhistoriker Thomas Blumenstein war zufällig im Marburger Archiv auf die Abschrift gestoßen war. Sie bestätigt, dass Hopfelde zwölf Jahre älter ist als gedacht und bereits seit 1371 besteht, nicht wie bisher angenommen seit 1383.

Das Dorf wird also dieses Jahr 650 Jahre alt. Und das soll gefeiert werden.

Doch die Hopfelder müssen sich noch etwas gedulden, denn das Datum auf der Urkundenabschrift ist der 28. Oktober 1371: „Die Veranstaltung müsste in dieser Jahreszeit wahrscheinlich in der Mehrzweckhalle stattfinden“, sagt Ortsvorsteher Udo Eberhardt. Das sei den Verantwortlichen wegen der Corona-Situation aber zu riskant.

Außerdem bestehe der Ortsbeirat nur aus fünf Mitgliedern und könne eine Veranstaltung dieser Größe nicht allein stemmen, so der Eberhardt. Daher habe es Beratungen mit Hopfelder Einwohnern und Vereinen gegeben. Das Ergebnis: Das 650-jährige Bestehen soll mit der Kirmes am Samstag, 27. August 2022, gefeiert werden.

Udo Eberhardt, Ortsvorsteher von Hopfelde.

Der Kirmesverein übernehme dann die Versorgung der Gäste, der Ortsbeirat kümmere sich um die Organisation. Bei der Feier soll es unter anderem eine Wanderung an der Gemarkungsgrenze von Hopfelde geben. An verschiedenen Stationen wie bei den Rittergütern Glimmerode und Hambach sowie an der Burgruine Reichenbach seien dabei Einblicke in die Geschichte des Lichtenauer Stadtteils geplant.

Dass Hopfelde älter ist, als bisher beweisbar war, überrascht Eberhardt nicht. „Die Möglichkeit war immer gegeben“, sagt er. Das Jahr 1383 stamme aus Rechnungen des Amtes Reichenbach. Es habe als Pfarrei Reichenbach zur Klasse Lichtenau gehört und umfasste vier Orte. Darunter Hopfelde, das damals noch Hubfelde genannt wurde. Für ein höhres Alter habe gesprochen, dass die zu Hopfelde gehörenden Rittergüter Glimmerode und Hambach als Glimholderode 1318 sowie Haynbach 1322 erwähnt wurden.

„Bei Nachforschungen im Staatsarchiv Marburg durch unseren letzten Bürgermeister Heinrich Brink wurden jedoch keine weiteren Dokumente gefunden, die auf eine frühere Ersterwähnung hinwiesen.“ (Von Fabian Becker)

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