Häufiger Lastwagen-Verkehr

In Friedrichsbrück wird es richtig eng

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In Hessisch Lichtenau ist der Verkehr eine Katastrophe.  Frank Holzapfel sorgt sich wegen des Verkehrs in Hessisch Lichtenaus Stadtteil Friedrichsbrück.

Täglich fährt er nach Helsa (Kreis Kassel) zur Arbeit und stellt dabei fest, dass immer mehr Lastwagen auf der schmalen Landstraße unterwegs sind. Dafür ist die Landstraße nicht ausgelegt, glaubt er.

Entlang der Strecke sind auf beiden Seiten deutliche Fahrspuren im Schlamm zu erkennen, weil Fahrzeuge auf den Rand ausweichen. Aber auch der ist an vielen Stellen schmal und neben der Straße geht es steil bergab.

„Bei kleineren Lastwagen habe ich ja nichts dagegen, wenn sie die Strecke nutzen, aber hier fahren Riesendinger entlang“, sagt der Friedrichsbrücker und befürchtet, dass es nur eine Frage der Zeit ist, bis es zu einem schlimmen Unfall kommt. Bei seinen täglichen Fahrten zur Arbeit hat er schon öfters knappe Situationen erlebt.

Frank Holzapfel zeigt auf Reifenspuren im Schlamm, die entstehen, weil Fahrzeuge ausweichen müssen.

Er hat das Gefühl, dass es über die Jahre immer mehr Lastwagen wurden, die die Strecke nutzen. „Ich glaube, die Fahrer wollen damit entweder die Baustelle auf der B 7 vermeiden, die im vergangenen Jahr den Verkehr behinderte, oder sie haben damit eine Möglichkeit, sich die Maut zu sparen“, vermutet Holzapfel.

Bei verschiedenen Institutionen hatte er bereits wegen der Verkehrssicherheit der Straße angefragt, allerdings ohne wirklich Hilfe zu bekommen. Vor etwa 20 Jahren, erinnert er sich, war die Strecke nur für Fahrzeuge bis zu einem Gewicht von 3,5 Tonnen freigegeben. Holzapfel hofft, dass eine Einschränkung möglich ist.

Aktuell darf jedes Fahrzeug, das für den Straßenverkehr zugelassen ist, auch die Landstraße von Friedrichsbrück nach Helsa nutzen, informiert Joachim Schmidt, Pressesprecher von Hessen Mobil. Die Fahrbahnbreite sei schmal, aber ausreichend und der Deckenaufbau entspreche dem vorhandenen Verkehrsaufkommen.

Alle fünf Jahre findet eine bundesweite Zählung des Straßenverkehrs statt. Die jüngste Zählung war 2015. Für die Landstraße zwischen Friedrichsbrück und Helsa habe sich eine sehr geringe Anzahl ergeben: Durchschnittlich seien dort 605 Fahrzeuge unterwegs, davon 15 Lastwagen am Tag, teilt Hessen Mobil mit.

Die Landstraße diene dem überörtlichen Verkehr. Wenn sie zum Beispiel zu einer Anliegerstraße umgewidmet werden sollte, müssten die Kommunen Verantwortung für den baulichen Zustand der Straße übernehmen. Eine Änderung der Verkehrszeichen müsste von der Verkehrsbehörde des Regierungspräsidiums Kassel angeordnet werden. Indessen sieht Hessen Mobil in der Strecke aktuell keinen Unfallschwerpunkt. Für den Begegnungsverkehr mit Lastwagen sei sie zwar nicht sehr großzügig, aber ausreichend breit.

Ob Fahrzeuge wegen der Mautpflicht auf die Landstraße ausweichen, könne erst mit der nächsten Zählung des Straßenverkehrs erfasst werden. Die soll 2020 wieder stattfinden. Hessen Mobil vermutet aber wie Holzapfel, dass Fahrzeuge wegen der Baustelle auf der B 7 zwischen Helsa und Eschenstruth von August bis November im vergangenen Jahr auf die Landstraße ausgewichen sind.

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