Hessisch Lichtenau: Wetter passte ideal fürs Pfingstfliegen

Hessisch Lichtenau. Seit vier Jahrzehnten lockt der Luftsportverein in Hessisch Lichtenau zum Pfingstfliegen die Massen auf sein Fluggelände an der Hopfelder Straße. Doch nicht immer war das Wetter so ideal wie in diesem Jahr.

Viele technische Besonderheiten hatten die Lichtenauer Luftsportler zum Flugtag in all den 40 Jahren immer wieder aufgeboten. Neben Seglern, Motorseglern und Motorflugzeugen standen früher mit Hubschraubern und dem weltgrößten Doppeldecker Antonov Fluggeräte im Mittelpunkt des Geschehens, die nicht jeden Tag auf dem Lichtenauer Areal anzutreffen sind. Diesmal zog einmal mehr die russische zweisitzige Kunstflugmaschine YAK 52 mit den atemberaubenden Flugmanövern von Pilot Willi Sturm die Blicke auf sich.

Und so mancher Fluggast stand auf wackeligen Beinen, als er nach dem abenteuerlichen Flug am Himmel die Maschine verlassen und wieder festen Boden unter den Füßen hatte.

Pfingstfliegen: Bevor Clemens Pflüger sich im Gyrocopter zu einem Rundflug über Hessisch Lichtenau mitnehmen lässt, erklärt ihm Pilot Jörg Aschenbrenner die Sicherheitsvorkehrungen.

Der neunjährige Clemens Pflüger aus Hessisch Lichtenau war am Sonntag zum ersten Mal beim Pfingstfliegen in die Luft gegangen. „Das macht schon Spaß“, hatte ihn Vater Thorsten dafür begeistert, mit dem Gyrocopter, dem Tragschrauber von Jörg Aschenbrenner aus München, sich die Heimat einmal aus der Luft anzusehen.

„Cool“ fiel die Antwort des Steppke aus, als die beiden nach 15 Minuten wieder gelandet waren. Auf seinem Rundflug hatte Clemens unter anderem den als Canyon bekannten Hellkopfsee bei Retterode ausgemacht, die Ruine Reichenbach und die Autobahn 44 mit den Tunneln bei Walburg überflogen und sogar das Wohnhaus am Mühlweg aus der Luft erkannt. Auch wenn es am Start doch etwas holprig für ihn war, fliegen würde er jederzeit wieder, bekannte der Neunjährige voller Stolz.

Pilot Aschenbrenner war in diesem Jahr nach 2014 zum zweiten Mal mit seinem Gyrocopter beim Flugtag in Hessisch Lichtenau mit dabei und hatte damit seine alte Heimat wieder aus der Luft erlebt. In Eschwege geboren und in Retterode aufgewachsen, war er mit seinen Eltern nach Bayern gezogen. Als Fallschirmspringer in einer Spezialeinheit des Bundesgrenzschutzes hatte er seine Leidenschaft zum Fliegen entdeckt und mittlerweile zum Beruf gemacht. Vor 17 Jahren erwarb hat er seine Privatpilotenlizenz und startet heute unter anderem mit Luftbildfotografen zu Rundflügen über die bayerische Metropole.

Nach Hessisch Lichtenau hat er seinen Gyrocopter im Anhänger mitgebracht, denn den Flugtag in der Lossestadt hat er gleich mit ein paar Tagen Urlaub und dem Besuch der Familie rund um Hessisch Lichtenau verbunden. (zlr)

Rubriklistenbild: © Foto: Röß

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