50 erhalten ihre Zeugnisse

Hessisch Lichtenauer Abiturienten verabschiedet

+
Abiturverabschiedung in Zeiten von Corona: Schulleiter Burghard Wieders musste gleich zwei Mal vor den frisch Reifegeprüften sprechen. Er geht mit Ende des Schuljahres in Ruhestand.

Anders als gewöhnlich, aber nicht weniger feierlich wurden die Absolventen verabschiedet.

 „Willkommen auch an den Geräten zu Hause“, begrüßte Burghard Wieders, Leiter der Freiherr-vom-Stein-Schule in Hessisch Lichtenau, am Freitag Eltern, Großeltern und Verwandte zur Verabschiedung der Abiturienten. Denn an dem großen Tag der Überreichung der Abiturzeugnisse durften sie alle nicht teilnehmen. Immerhin konnten sie dank Reiner Brandt aus Eschenstruth der Feier über das Internet folgen.

Auch die 50 Reifegeprüften, je 25 Männer und Frauen, waren in zwei Gruppen aufgeteilt. Nicht wie üblich das Lichtenauer Bürgerhaus, sondern die Aula der Schule war Ort der Feier. Da saßen die jungen Leute zwar sichtlich glücklich, die meisten Damen festlich gekleidet, die Herren teils mit Querbinder, Krawatte oder auch im Alltagslook im vorgeschriebenen Corona-Abstand.

Für Wieders war die Verabschiedung in mehrerer Hinsicht besonders: Gleich zwei Mal musste er seine Ansprache halten. Gleichzeitig war es seine letzte Verabschiedung. Mit Ende des Schuljahres tritt er in den Ruhestand.

Nachdenkliche Gedanken gab er den jungen Leuten mit. „Die Lösung ist immer einfach, man muss sie nur finden“, zitierte er den russischen Literaturnobelpreisträger Alexander Solschenizyn und ermunterte die Absolventen: „Macht Euch auf!“

Um Literatur ging es bei der Ansprache von Maren Czirnich an ihre Tutorengruppe. Sie lobte die Bereitschaft ihrer Schüler, sich den besonderen Corona-Umständen anzupassen: „Vielleicht ist es eine gute Erfahrung, dass es Dinge gibt, die Gewohnheiten durchbrechen“. Natürlich gab die Deutschlehrerin dann ein Zitat aus dem Faust mit auf den Lebensweg. Auf die Frage wohin es nun gehen soll, antwortet Mephisto: „Wohin es dir gefällt. Wir sehn die kleine, dann die große Welt“. Für seine Tutorengruppe hielt Sebastian Wolf die Ansprache. Für die musikalische Umrahmung zeichnete Timo Lübeck mit Kaffeehausmusik verantwortlich.

Besondere Auszeichnungen gab es auch. Lara Brandt aus Echenstruth und Mira Michelle Knoblauch aus Großalmerode werden für die Studienstiftung des deutschen Volkes vorgeschlagen. Johanna Hild aus Wickenrode wurde mit dem Kanzler-Feige-Preis der Stadt Hessisch Lichtenau ausgezeichnet. Die Auszeichnung für soziales Engagement ging an Paul Polschin aus Hessisch Lichtenau.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.