Auswertung einer Umfrage

Hessisch Lichtenaus Jugendliche wünschen sich W-Lan und Mobilität

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Könnte von der Stadt Hessisch Lichtenau erworben werden, um den Stadtkern neu zu gestalten: Das Gebäude der VR-Bank. 

Hessisch Lichtenau. Schnelles Internet und Mobilität sind den Jugendlichen in Hessisch Lichtenau wichtig. Das ergab eine Umfrage der Initiative „Lebens-Wert“ vom Arbeitskreis Jugend und Digitalisierung der Stadt Hessisch Lichtenau. Sie hat 239 junge Leute befragt.

„Wir wollten wissen, was die Jugendlichen bewegt“, sagt Jürgen Binning von der Initiative. Die Ergebnisse hätten deutlich gemacht, dass die digitalen Kommunikationsmedien wie Whats-App, Facebook und E-Mails den jungen Leuten wichtig sind – und somit auch das schnelle Internet sowie der freie W-Lan-Zugang.

An zweiter Stelle stünde die Mobilität: „Junge Menschen wollen, auch ohne eigenes Auto, mobil sein“, berichtet Binning. Gerade in ländlichen Regionen wie dem Werra-Meißner-Kreis habe Mobilität einen hohen Stellenwert. Der ÖPNV müsse verbessert und Lücken durch andere Mobilitäts-Angebote geschlossen werden.

Die Fragen nach dem gesellschaftlichen und politischen Engagement hätten zu einem bemerkenswerten Ergebnis geführt: Immerhin die Hälfte der Jugendlichen wolle sich mit ihren Ideen aktiv einbringen. Das ist laut Binning ein deutlicher Trend weg von der Spaßgesellschaft: „Junge Menschen wollen wieder mitmischen.“

In der nächsten Phase des Projekts „Hessisch Lichtenau Lebens-Wert“ werde es um die Umsetzung gehen. Zwei Vorschläge seien: freies W-Lan durch sogenannte Hotspots und bessere Mobilitätsangebote, zum Beispiel durch das Bürgerbusprojekt des Landes Hessen.

Es sei bekannt, dass das ehemalige Hauptgebäude der VR-Bank an der Landgrafenstraße leer steht. Eine Nachnutzung ist noch nicht geklärt, sagt Binning. Nach Auffassung der Arbeitsgruppe Jugend und Digitalisierung „besteht für die Stadt eine Chance, nach Erwerb der Immobile den gesamten Stadtkern neu zu gestalten“, so Binning. 

Die VR-Bank sei grundsätzlich bereit, das Gebäude zu verkaufen. Auch die anderen Arbeitskreise seien sich einig gewesen, dass die Stadt umgehend Gespräche mit dem Vorstand der Bank aufnehmen sollte. 

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