Fußballvereine

Hessisch Lichtenaus Stadtverordnete ebnen Weg für Kunstrasenplatz

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Wo früher Zelte auf dem Hartplatz standen, soll jetzt ein Kunstrasenplatz entstehen.

Hessisch Lichtenau. Hessisch Lichtenaus Stadtverordnete haben in ihrer Sitzung am Freitag den Weg für einen Kunstrasenplatz ein weiteres Stück geebnet.

Mit deutlicher Mehrheit stimmten sie für den Antrag des Grün-Linken Bündnisses, dem Lichtenauer Fußballverein (LFV) für 25 Jahre jährlich 7500 Euro für die Unterhaltung des Platzes zuzusichern. Ergänzt wurde der Antrag auf Anregung des Haupt- und Finanzausschusses um die Ausstiegsklausel, dass die Zahlung entfällt, falls der Platz nicht mehr bespielt werden kann. 

Fünf der sechs Gegenstimmen zum Antrag kamen aus den Reihen der SPD-Fraktion, 22 Abgeordnete stimmten dafür. Die Fußballer im Publikum quittierten das Votum mit Applaus.

Vorausgegangen war eine Diskussion über die Laufzeit der Verpflichtung. „Zu riskant“, nannte Sozialdemokrat Heinrich Lämmert den Antrag. SPD-Mann Roland Wittmann betonte jedoch, hier gebe es in seiner Fraktion unterschiedliche Ansichten. 

Andreas Howorka (Team Howorka) betonte: Wir haben beschlossen, dass der Platz gebaut werden soll.“ Die Zusicherung der Förderung sei lediglich eine Sicherheit für die Bank, dass das Geld wirklich an den Verein fließt. Nur so sei ein Kredit zu bekommen.

João de Azevedo, der als Stadtverordneter des Grün-Linken Bündnisses vor Diskussion und Abstimmung den Saal verlassen hatte, nahm in seiner Funktion als Jugendleiter des LFV im Nachhinein Stellung. Durch die Zahlung der 7500 Euro pro Jahr seien alle Ansprüche der beteiligten Vereine (LFV, ESV Walburg, TSG Fürstenhagen, Svgg Hopfelde-Hollstein und SV Velmeden) zu Bau und dauerhafter Unterhaltung des Kunstrasenplatzes, dazu gehören auch Pflege, Nebenkosten und Beleuchtung, abgegolten. 

„Diese Verpflichtung übernehmen die Nutzer der zukünftigen Gemeinschaftsanlage.“ Das sind 300 aktive Jugendspiele. Laut Azevedo kommen dazu die Senioren, die nun eine winterfeste Trainigsanlage erhalten. „Im Stadtgebiet gibt es seit September 2015 keine Möglichkeit, unter Flutlicht zu trainieren.“ Zudem biete sich die Möglichkeit, dass der Platz bis 16 Uhr von der Grundschule genutzt wird, so Azevedo.

Diese Anlage soll anstelle des früheren Hartplatzes an der Hopfelder Straße entstehen, wo die erste Zeltstadt für Flüchtlinge stand. Der Platz wird rund 600.000 Euro kosten. 130.000 Euro steuert das Regierungspräsidium zur Wiederherstellung des Platzes nach der Nutzung für die Zeltstadt bei. Weitere Zuschüsse kommen vom Land Hessen, dem Werra-Meißner-Kreis und dem Landessportbund. Den Vereinen bleiben 45.000 Euro Eigenleistung. 

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