Nach HNA-Berichterstattung

Hilfswelle dank Facebook: Schwester kann Krebshilfe starten

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Erleichtert: Selver Giesing kann wieder strahlen. Nach Wochen der Ungewissheit hat sie nun erfahren, dass ihre Zwillingsschwester in der Türkei behandelt werden kann.

Hessisch Lichtenau. Die Ereignisse haben sich überschlagen. Das Schicksal von Selver Giesing und ihrer Zwillingsschwester Dilek hat eine Welle der Hilfsbereitschaft ausgelöst.

Der Artikel über die beiden Frauen, die fast zeitgleich an Brustkrebs erkrankt sind, hatte sich offenbar innerhalb weniger Stunden über die Sozialen Netzwerke Facebook und Twitter rasant verbreitet. Sogar in das 3500 Kilometer entfernte Adana in der Südtürkei war der Zeitungsbericht gelangt.

„Ich habe einen Anruf von meiner Schwester erhalten, die Krankenkasse wird die Kosten für ihre Krebstherapie übernehmen“, sagt Selver Giesing erleichtert. Und auch der Arbeitgeber habe bereits am Montag zugesichert, dass ihre Schwester ihren Job im Möbelladen behalten darf.

Über welche Kanäle die türkische Krankenversicherung und der Arbeitgeber letztlich von unserer Berichterstattung erfahren haben, weiß Selver Giesing nicht. Aber es ist für die Erzieherin auch nicht besonders wichtig. Für sie zählt im Moment nur, dass ihrer Schwester Dilek geholfen wird. „Ich bin einfach unendlich dankbar dafür, dass meine Schwester bei ihrer Familie zu Hause bleiben und auch dort behandelt werden kann“, sagt sie sichtlich erleichtert.

In den vergangenen Wochen kreisten ihre Gedanken ständig. Statt sich um sich selbst und die eigene Genesung zu kümmern, befand sie sich ständig in Sorge um die Schwester. Jetzt kann Selver Giesing erst mal aufatmen und ihre Kraft in den Kampf gegen den Krebs investieren. Die nötige Kraft schöpft die 42-Jährige auch aus der großen Hilfsbereitschaft und Anteilnahme vieler Menschen, die sich in den vergangenen Tagen bei ihr gemeldet und ihr Mut zugesprochen haben: „Ich bin überwältigt und es hat mich sehr berührt, wie viele Menschen Anteil an unserer Geschichte genommen haben“ sagt Selver Giesing und ergänzt: „ich möchte allen auf diesem Weg Danke sagen für die Hilfsbereitschaft und Menschlichkeit.“

In den kommenden Tagen beginnt ihre Krebsbehandlung mit einer Chemotherapie am Klinikum in Kassel: „Ich hoffe jetzt, dass die Therapie bei uns beiden gut anschlägt und wir uns bald gesund wiedersehen.“

Von Alia Shuhaiber

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