"Die Polizei als Freund und Helfer"

Hobbyfotograf aus Hessisch Lichtenau erhält gestohlen geglaubte Ausrüstung von Polizei zurück

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Hat seine verliehene und gestohlen geglaubte Kamera zurück: Jürgen Vollgraff.

Jürgen Vollgraff aus Hessisch Lichtenau hat eine besonders positive Erfahrung mit der Polizei gemacht: Sie sorgte dafür, dass er seine gestohlen geglaubte Fotoausrüstung zurück bekam.

Hessisch Lichtenau – Sie verteilen Strafzettel, blitzen Schnellfahrer, prügeln Demonstranten – diese negativen Vorurteile haben manche gegenüber der Polizei. Jürgen Vollgraff aus Hessisch Lichtenau allerdings hat eine ganz besonders positive Erfahrung gemacht: Seit ein paar Jahren hat er ein Kleingewerbe und verleiht seine Fotoausrüstung. Dazu zählen Kameras, Objektive, Akkus und einiges mehr. 

Ein Kunde hatte bei ihm angefragt, es wurden Daten ausgetauscht, eine Kopie des Personalausweises übermittelt und Vollgraff schickte das Equipment – eine Sony A7 2 mit Objektiv, Akku, Batteriegriff und Ladegerät im Wert von rund 1500 Euro – per Post los.

„Der Kunde wollte die Kamera nur übers Wochenende ausleihen“, berichtet Vollgraff. Doch sie kam nicht zurück, selbst nach mehreren Tagen des Wartens. „Auch das Geld war noch nicht eingegangen, weder die Leihgebühr, noch die Kaution“, sagt der Hobbyfotograf, der sein Equipment nicht immer braucht und es deshalb an Menschen aus ganz Deutschland verleiht. Als er beim Kunden anrief, legte dieser auf.

Also hat Vollgraff seine Versicherung informiert und sich auf den Weg zur Polizei gemacht, um Anzeige zu erstatten. Dort wurden alle Daten aufgenommen und Vollgraff bekam den Hinweis, dass sich jemand bei ihm melden werde. Die Versicherung wurde aktiv und Vollgraff kaufte die verlorenen Sachen nach. 

Doch zu seiner Überraschung kam nach etwa vier Wochen ein Anruf von der Polizeiwache: Die Ausrüstung sei wieder da, er könne sie sich abholen. „Damit hatte ich nicht gerechnet“, sagt der Hessisch Lichtenauer. Alles war vollständig, wenn auch nicht ganz professionell verpackt und verschmutzt. Kaution und Leihgebühr hat er bis heute nicht bekommen, aber immerhin ist die Ausrüstung wieder da – was er mit der neu angeschafften macht, weiß er noch nicht so genau. 

„Von der Staatsanwaltschaft habe ich bisher noch nichts gehört“, sagt Vollgraff. Sein Material wird er aber weiterhin verleihen – „immerhin gibt es auch viele zuverlässige Kunden, die sich eine Ausrüstung für Urlaube oder Familienfeiern ausleihen“, berichtet der Hobbyfotograf. Die Anzeige hat ihn zwar Zeit und Nerven gekostet, aber er sei dankbar, dass alles wieder da ist. „Das ist doch mal was Positives – die Polizei als Freund und Helfer!“

Welche Tipps die Polizei in solchen Fällen gibt, lesen Sie in der Mittwochausgabe der Witzenhäuser Allgemeinen. 

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