Hopfelder Spatzentheater zeigt Komödie "Rollentausch extrem"

+
Verkleidung war Trumpf: Beim Stück „Rollentausch extrem“, das das Spatzentheater Hopfelde zeigte, waren die Geschlechter nicht an der Kleidung zu erkennen.

Hopfelde. Der Traum vom großen Geld, für Alfred, Harry und Paul vom Hopfelder Spatzentheater ging er am Wochenende in dem Stück "Rollentausch extrem" gleich zweimal in Erfüllung.

Für die Zuschauer „kassierten“ die drei Männer gar doppelt ab, denn mit den Aufführungen am Freitag und Samstag brachte die Hopfelder Theatertruppe das Stück „Rollentausch extrem, keine Gnade für den Partner“ gleich zweimal in der jeweils voll besetzten Hopfelder Mehrzweckhalle auf die Bühne.

Ob sich der arbeitsscheue Faulenzer und Sozialhilfeempfänger Alfred Moppel, gespielt von Hartmut Sauber, sein Saufkumpane und immer klammen Freund Harry Kleinschmidt (Mirco Rohde) sowie Paul Maier (Klaus Hasenmaier) als dritter im Bunde jemals wieder für Geld auf einen Rollentausch mit ihren Frauen einlassen werden, sei dahingestellt. Das hatten sich die drei, die lieber zusammen ihr Bier trinken als durch Arbeit ihre Lebenssituation zu verbessern, mit Sicherheit leichter vorgestellt. Aber die Verlockung, für eine erfolgreiche Teilnahme an der Serie des Skandalsenders RT11 „Rollentausch extrem“ eine Prämie von 30.000 Euro zu kassieren, war einfach zu groß.

Doch allein eine Woche lang in Frauenkleidern herumzulaufen, damit war es für die Männer nicht getan. Bedingung des Senders war es, nicht nur in die Haut des Partners zu schlüpfen, sondern auch dessen Charakter bei der Erledigung der täglichen Aufgaben zu übernehmen. Freilich waren die Ehefrauen Elfriede Moppel (Ursel Will), Agathe Kleinschmitt (Marion Blumenstein) und Franziska Maier (Gudrun Schröder) bei der Aussicht auf weniger finanzielle Sorgen von der Idee ihrer Männer überzeugt und schlüpften bereitwillig in deren Rolle.

Jedoch haben die Herren der Schöpfung das Kleingedruckte im Vertrag mit dem Sender nicht gelesen, der ihnen und ihren Frauen so manche Aufgabe stellt. Plötzlich müssen die Männer kochen oder eine Tupperparty vorbereiten, doch das gestaltet sich ganz zur Freude des Publikums gar nicht so einfach. Als Alfred seinen Kumpels die „richtige Verwendung“ der runden Dosendeckel zeigen will und sie zweckentfremdet als Frisbee-Scheibe wirft, trifft er Isolde Wiesenhafer (Heike Winkler) vom Sozialamt.

Turbulente Szenen bei den Männern wie bei den Frauen reihen sich aneinander. Doch mit viel List und Tücke wird manch kaum erfüllte Aufgabe doch noch als geglückt bezeichnet. So können die drei Männer am Ende das zwischenzeitlich in Gefahr geratene Preisgeld doch noch kassieren.

Oberndrein kassierten die Laienschauspieler vom Hopfelder Spatzentheater für ihren gelungenen Dreiakter vom Publikum dicken Applaus. Der galt auch Sandra Rabini, die bei dem Stück Regie führte und während der Aufführung als Souffleuse agierte.

Schlagworte zu diesem Artikel

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.