Investieren oder sparen?

Lichtenauer Bauausschuss befasst sich mit Feuerwehrhaus in Küchen

Für das Feuerwehrgerätehaus in Küchen führt der Prüfbericht der Feuerwehr ein Investitionsbedarf von 500 000 Euro auf, insgesamt müssten circa 2,9 Millionen investiert werden.
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Für das Feuerwehrgerätehaus in Küchen führt der Prüfbericht der Feuerwehr ein Investitionsbedarf von 500 000 Euro auf, insgesamt müssten circa 2,9 Millionen investiert werden.

Über das Feuerwehrhaus in Küchen wurde in den Ausschüssen beraten. Die Stadtverordneten werden bei ihrer nächsten Sitzung entscheiden, wie es weitergeht.

Küchen – In der Debatte um das Feuerwehrhaus in Küchen geht es in eine neue Runde. So stand das Thema in dieser Woche sowohl bei Bau- und Umweltausschuss und beim Ausschuss für Ordnung und Soziales sowie auch beim Haupt- und Finanzausschuss auf der Tagesordnung, bevor es am Freitag, 11. Dezember, wieder in der Sitzung der Stadtverordneten zur Diskussion stehen wird.

Bereits bei der vergangenen Sitzung Ende Oktober sollten die Stadtverordneten über den Kauf eines Grundstückes in Küchen für einen Neubau entscheiden, vertagten das aber, weil sie erst die Ergebnisse des Prüfberichtes der Feuerwehr abwarten wollten. Bürgermeister Michael Heußner sah sich daraufhin gezwungen, der Entscheidung zu widersprechen.

Im Bau- und Umweltausschuss äußerte sich Vorsitzender Gerhard Koch: Er persönlich bedauert, dass vor Ort kein Interesse am idyllischen Fachwerkensemble sei, akzeptiere das aber.

In Hessisch Lichtenau unterliege man einem ewigen Sparzwang, so Koch. „Wir würden Küchen gern ein neues Feuerwehrhaus geben und dann Velmeden und Wickersrode und irgendwann holt man uns in Zwangsjacken ab, weil wir dafür eigentlich gar kein Geld haben“, sagte Koch und kritisierte, dass sie nun die Buhmänner sein sollen, weil sie die Sparzwänge ernst nehmen. Er wisse, dass auch der Bürgermeister diese ernst nimmt. Im Prüfbericht der Feuerwehr, der den Investitionsbedarf für Hessisch Lichtenau auf circa 2,9 Millionen Euro schätzt, ist Küchen mit einem Bedarf von 500 000 Euro aufgeführt.

Heußner erklärte, dass man wegen der Prüfung alle fünf Jahre das Thema auch nicht verschieben könne, da zum Beispiel ein Bewilligungsbescheid auch zwei Jahre dauern könnte bis zur Genehmigung. Zudem habe man sich schon intensiv mit der Problematik befasst und auch kontrovers darüber diskutiert, jedoch habe niemand eine Alternative gesehen.

Der Bau- und Umweltausschuss stimmt mit zwei Gegenstimmen für die wohlwollende Kenntnisnahme des Berichtes. Wie es weitergeht, entscheiden aber die Stadtverordneten in ihrer nächsten Sitzung.

(Evelyn Ludolph)

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