Heli: Karl-Heinz und Rosel Simon feiern Diamantene Hochzeit

Das Hochzeitsfoto: Karl-Heinz und Rosel Simon aus Walburg vor 60 Jahren. Repro: Röß

Walburg. Ihre Diamantene Hochzeit feiern am Donnerstag Karl-Heinz und Rosel Simon aus Walburg.

„Mit der muss ich tanzen, die will ich haben“, hatte sich Karl-Heinz Simon in den Kopf gesetzt, als er 1952 im Alter von 20 Jahren Rosel Jilg beim Weihnachtstanz in Velmeden das erste Mal sah. Sein Wunsch wurde wahr: Zweieinhalb Jahre später stand das Paar vor dem Traualtar, am heutigen Donnerstag feiert es im Dorfgemeinschaftshaus von Walburg seine Diamantene Hochzeit.

Ein strahlendes Paar: Karl-Heinz und Rosel Simon aus Walburg. Foto: Röß

Anfangs war es für Karl-Heinz Simon, der in Trubenhausen wohnte, nicht leicht, in Kontakt zu seiner Rosel zu bleiben, die im zwölf Kilometer entfernten Hollstein wohnte. Dort hatte die in Braunseifen/Sudentenland geborene junge Frau bereits als zwölfjähriges Mädchen 1946 nach der Vertreibung mit ihrer Familie eine neue Heimat gefunden. So war Briefverkehr angesagt, über den sich die beiden ein ums andere Mal verabredet hatten. In bester Erinnerung haben sie noch das Schlachtfest, zu dem die junge Frau im Winter 1953 ihren Freund nach Hollstein eingeladen hatte, weil jede helfende Hand gebraucht wurde. In Rosels Familie mit den drei Brüdern und zwei Schwestern fühlte sich der Trubenhäuser von Beginn an wohl.

Ein Jahr drauf hatte sich das Paar verlobt, bevor am 30. April 1955 in Trubenhausen die Hochzeitsglocken läuteten und Pfarrer Johannes Teichert die Trauung vollzog. Anfangs wohnte das junge Paar im Haus bei der Mutter des Bräutigams, der Vater war im Krieg gefallen. Noch im selben Jahr wurde die erste Tochter geboren, die Wohnung erwies sich bald als zu klein.

So wechselten die drei 1956 nach Hollstein zu den Eltern der jungen Mutter, wo Ende des Jahres die zweite Tochter zur Welt kam. Zwei Söhne machten in den Folgejahren das Glück der Familie komplett. Mittlerweile waren sie auch 1961 in das neu gebaute Haus in Walburg eingezogen. Zu der Zeit war Karl-Heinz Simon als gelernter Schreiner bereits zur Deutschen Bundesbahn gewechselt und bald als Zugführer deutschlandweit unterwegs. Auch privat gingen die Simons auf Reisen, die deutschen und österreichischen Alpen, Rumänien, Jugoslawien und Frankreich gehörten zu den markanten Zielen.

In all den Jahren ist das Ehepaar Simon mit seinen Mitgliedschaften in den Vereinen des Ortes zu anerkannten Walburgern geworden. Rosel Simon übte zudem 18 Jahre lang auf der Poststelle den Schalterdienst aus. Karl-Heinz Simon hatte sich als Sozialdemokrat um den Ort verdient gemacht und wurde 1998 zum Ehrenortsvorsteher ernannt, nachdem er 19 Jahre Ortsvorsteher in Walburg gewesen war. In dieser Zeit war er auch 16 Jahre lang Stadtverordneter. Anfang der 1980er Jahre war er vier Jahre Stadtrat im Magistrat der Lossestadt.

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