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Katharina und Herbert Freudenberg aus Hopfelde feiern heute ihre Eiserne Hochzeit

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Von: Lothar Röß

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Liebe auf den ersten Blick:  Katharina und Herbert Freudenberg feiern Eiserne Hochzeit.
Liebe auf den ersten Blick: Das linke © Lothar Röß

Es war wohl Liebe auf den ersten Blick, die Herbert Freudenberg aus Hopfelde dazu bewog, die junge Spangenbergerin Katharina Rübenkönig bei der Kirmes 1956 am Gasthaus „Zur Waldschenke“ ohne Eintritt zu kassieren ins Zelt zu lassen. Das sollte sich auszahlen. Im Jahr darauf waren die beiden verheiratet. Das ist 65 Jahre her, heute (30.11.2022) feiert das Paar seine Eiserne Hochzeit.

Hopfelde – „Kennst du die“, hatte der 18-jährige Herbert bei Willi Koch, einem der drei Gaststättenbetreiber nachgehakt, als die junge Frau die Kasse passiert hatte. „Das ist mein Patenkind Katharina, die habe ich aus Spangenberg mitgebracht“, antwortete Willi. Kurz darauf drehte der Kirmesbursche mit der ein Jahr älteren Katharina Runde um Runde auf dem Tanzboden.

Da sie bei den Verwandten in der Waldschenke übernachtet hatte, konnten die beiden am zweiten Kirmestag ihre Beziehung festigen. Und mit dem Abschied verabredeten sich beide gleich für das nächste Wochenende in Spangenberg. Die 13 Kilometer zwischen den beiden Wohnorten legte Herbert mit seinem Moped zurück. In der Stadt, in der Katharina als Weberin arbeitete, gab es dank des Kinos und der häufigen Tanzveranstaltungen genügend Abwechslung, sodass sich beide über Monate dort gern trafen.

Nach etwa einem Jahr hatten Katharina und Herbert beschlossen, zu heiraten. Jedoch war der angehende Ehegatte mit 19 Jahren nicht volljährig, sodass zuvor das Amtsgericht in Witzenhausen seine Zustimmung erteilen musste. „40 Mark hat uns das damals gekostet“, erinnert sich die Jubilarin noch gut. Damit stand der standesamtlichen Trauung am 30. November 1957 in Spangenberg nichts mehr im Wege. In der Stadtkirche erteilte ihnen Pfarrer Christoph Bachmann am Tag darauf Gottes Segen. Zur Hochzeitsfeier ging’s anschließend in Herberts Elternhaus nach Hopfelde, wo das Paar bis heute lebt.

 Katharina und Herbert Freudenberg bei ihrer Hochzeit vor 65 Jahren
Liebe auf den ersten Blick: Das linke © Lothar Röß

Mit der Geburt der drei Kinder Ralf (1958), Loritta (1961) und Jürgen (1965) war das Glück der jungen Familie komplett. Um genügend Platz im Haus für insgesamt acht Personen mit den Eltern und der Großmutter zu haben, hatte Herbert bereits 1964 mit viel Eigenleistung einen Anbau erstellt.

Beruflich wechselte der gelernte Metzger nach einer Anstellung in der Industrie in den Justizvollzugsdienst und schied mit Erreichen des Pensionsalters als Amtsinspektor aus. In all den Jahren kamen die Urlaube vor allem im Allgäu und in Österreich, aber auch in Tschechien und im Harz nicht zu kurz.

Zudem war Herbert Freudenberg in seinem Heimatort ehrenamtlich engagiert, seine Verdienste wurden 1986 mit dem Ehrenbrief des Landes Hessen gewürdigt. Der Jubilar ist Gründungsmitglied der Spielvereinigung Hopfelde-Hollstein von 1955, war 27 Jahre Schriftführer der Feuerwehr. Der Bau des Feuerwehrgerätehauses fällt in seine 12-jährige Amtszeit als Vorsitzender.

Der früheren Gemeindevertretung und dem Ortsbeirat gehörte er zwölf Jahre an, war im Gesangverein bis zu dessen Auflösung aktiv, gehörte zum Team, das 1963 die Partnerschaft mit Waddewarden/Friesland auf den Weg brachte. Ihre Eiserne Hochzeit feiern die Jubilare unter anderem mit ihren sechs Enkeln und Urenkeln.

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