680 Projekte gefördert

Kaufmann-Stiftung: 25 Jahre voller guter Taten

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Erinnerung: Fritz Kaufmann mit einem Bild von Sohn Matthias Kaufmann. Dessen soziales Engagement führt er mit der Stiftung fort. Diese unterstützt zum Beispiel Hilfsorganisationen genauso wie Projekte in der Kinder- und Jugendhilfe und Diakonische Werke. 

Hessisch Lichtenau. 825 000 Euro – mit dieser stolzen Summe hat die Matthias-Kaufmann-Stiftung in den vergangenen 25 Jahren insgesamt 680 Projekte gefördert.

„Ich bin selbst erstaunt und kann es manchmal nicht glauben“, sagt der Vorstands-Vorsitzende Fritz Kaufmann bei diesen Zahlen.

Denn eigentlich sollte nur eine kleine Stiftung aus dem Unglück entstehen, das ihn und seine Familie im März 1990 ereilt hat. Damals verunfallte sein Sohn Matthias tödlich mit dem Auto. Aus einer Lebensversicherung, die seine Eltern auf 50 000 D-Mark aufstockten, entstand 1992 eine Stiftung, die immer weiter wuchs.

Erst einmal bringt man die Stiftung mit Defibrilatoren in Verbindung, die mit dem DRK für viele Orte im Kreis angeschafft wurden. Aber: 2016 waren von 62 geförderten Projekten gerade einmal elf Defibrilatoren, erklärt Kaufmann. In diesem Jahr werden es noch weniger sein. 

Jeweils rund 40 Prozent der Zuwendungen gehen an DRK und Feuerwehr, der Rest ging zum Beispiel an Pausenangebote für Grundschulen – oder an die Anschaffung von Nähmaschinen, um Flüchtlingen nähen beizubringen. Übrigens wird selten ohne Eigenleistung des Empfängers gefördert. „Nur wenn es nicht anders geht und es der Allgemeinheit zugute kommt“, sagt Kaufmann. 

Rund 60 000 Euro hat die Stiftung 2016 ausgegeben, ein gutes Jahr. Im Regelfall sind es 40 000 bis 45 000 Euro. Durch die zuletzt niedrigen Zinsen hat sich das Stiftungskapital von 2012 mit 283 000 Euro auf heute gerade einmal 311 300 Euro erhöht. Daher ist es Fritz Kaufmann im Moment lieber, wenn Zuwendungen als Spende an die Stiftung gehen statt als zusätzliches Kapital.

Neben den Spenden erhält die Stiftung auch Bußgelder der Amtsgerichte Eschwege und Kassel und der Staatsanwaltschaft. Um sich zu vergewissern, dass das Geld auch richtig verwendet wird, besucht der Vorstand alle Empfänger. 

Und so langsam bereitet der 78-jährige Fritz Kaufmann alles vor, um sich aus der Stiftung zurückzuziehen. Immer mehr Aufgaben übernehmen Jüngere: Er selbst kümmert sich aber um das Tagesgeschäft wie Zuwendungsbescheinigungen und Dankesbriefe. Außerdem hat er bei mehr als 30 Stiftungsgründungen geholfen, denn in neue Verordnungen fuchst er sich gerne ein.

„Es ist eine segensreiche Arbeit“, sagt Fritz Kaufmann, der sein Leben mit viel Gottvertrauen lebt. Und diese Arbeit wird noch lange weitergehen – Die Weichen sind gestellt.

Brasskonzert zum Jubiläum

Zum 25-jährigen Bestehen der Matthias-Kaufmann-Stiftung gibt es am Freitag, 24. November, ab 20 Uhr ein Konzert in der Stadtkirche Hessisch Lichtenau. 

Nach einer kurzen Begrüßung nehmen die fünf Profis von Brassmen – vier Militärmusiker und ein Bläser im Polizeiorchester München – die Besucher mit auf eine Reise durch die musikalischen Jahrhunderte. Der erste Teil wird der klassischen Musik gewidmet, dann präsentieren die Musiker Stücke aus dem Showbereich. 

Eingeladen sind Spender, Zuwendungsempfänger, Stiftungsmitglieder und jeder, der Lust hat, zu kommen. Einlass ist ab 19 Uhr. Der Eintritt ist frei, es darf aber gerne gespendet werden.

Info: www.matthias-kaufmann-stiftung.de

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