Kein leichter Start

Dr. Martin Hallaschka ist der neue Pfarrer in Hessisch Lichtenau

Seit 1. November ist Dr. Martin Hallaschka Pfarrer für die Pfarrstelle III von Hessisch Lichtenau mit halber Stelle.
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Seit 1. November ist Dr. Martin Hallaschka Pfarrer für die Pfarrstelle III von Hessisch Lichtenau mit halber Stelle.

Hessisch Lichtenau – Mit dem kleinen Corona-Lockdown hat er keinen leichten Zeitpunkt für einen Neuanfang erwischt:

Dr. Martin Hallaschka ist seit Sonntag, 1. November, der neue Pfarrer in Hessisch Lichtenau und zuständig für den Pfarrbereich III, den Peter Möller bis zu seinem Ruhestand betreut hat.

Sein Vorstellungsgottesdienst wurde auf den zweiten Advent (6. Dezember) verschoben. Stattdessen wird er für diesen Sonntag eine Onlineandacht mit Dekanin Ulrike Laakmann gestalten. Vor seinem Antritt in Hessisch Lichtenau absolvierte Hallaschka sein Vikariat bei der Evangelischen Petrus-Kirchengemeinde in Kassel-Kirchditmold.

Hallaschka gestaltet gern Gottesdienste und weiß gute Kirchenmusik zu schätzen. Der 46-Jährige spielt selbst auch Orgel. Deswegen freut er sich, dass es in Hessisch Lichtenau mit Andrea Groß eine Kantorin gibt.

Mit der Region um die Lossestadt verbindet er Kindheitserinnerungen, zum Beispiel Schlittenfahren auf dem Hohen Meißner, denn Lichtenaus neuer Pfarrer stammt aus Kassel. Dort lebt er seit 2014 auch wieder mit seiner Familie – Hallaschka ist verheiratet und hat zwei Kinder.

„Ich habe zuhause erlebt, was es bedeutet, mit dem Glauben aufzuwachsen. Wir haben viel über Glauben diskutiert, auch kritisch diskutiert“, sagt Hallaschka. Er wäre immer gern in den Gottesdienst gegangen und habe diesen auch mitgestaltet. Der Glaube sei ihm stets eine Kraftquelle gewesen, aus der er Freude aber auch Trost bezieht und die ihm Halt gibt, erklärt er auf die Frage, warum er Pfarrer geworden ist.

Lange Zeit lebte Martin Hallaschka in Göttingen, wo er neben Heidelberg und Marburg auch studierte. Zudem arbeitete er an der Uni als wissenschaftlicher Mitarbeiter, dissertierte und arbeitet parallel noch an seiner Habilitation zum Thema Auszug aus Ägypten. „Die möchte ich gerne noch fertigstellen.“

Dennoch entschied sich der 46-Jährige auch bewusst dazu, als Pfarrer zu arbeiten. „Ich komme aus einem Pfarrhaus und es war auch immer mein Ziel, wieder in ein Pfarrhaus zu gehen“, sagt Hallaschka. Die vielseitige Arbeit mit Menschen bereite ihn Freude.

Für Hessisch Lichtenau hat Pfarrer Hallaschka sich nun vorgenommen, anzukommen und mit den Menschen in Kontakt zu treten. Zu seinem Aufgabenbereich zählt unter anderem der evangelische Kindergarten der Kernstadt. „Dort werde ich zum Beispiel kurze Andachten zu besonderen Tagen, wie Ostern oder Weihnachten gestalten“, erklärt der Pfarrer. Auch wird die Frage, wie Kirche in Zeiten von Corona gestaltet werden kann, ihn in den kommenden Wochen beschäftigen.

„Aktuell beraten wir uns darüber, in welcher Form das Weihnachtsfest stattfinden kann“, sagt der 46-Jährige. Dafür sei zum Beispiel ein Open-Air-Gottesdienst im Gespräch. (Evelyn Ludolph)

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