Kostenexplosion bei Kita-Neubau

Kindertagesstätte „Rotes Land“ war Thema im Haupt- und Finanzausschuss

Bau wird teuer: Die geplante Kindertagesstätte im Neubaugebiet „Rotes Land“ und die damit verbundenen Kosten waren Thema in Hessisch Lichtenau.
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Bau wird teuer: Die geplante Kindertagesstätte im Neubaugebiet „Rotes Land“ und die damit verbundenen Kosten waren Thema in Hessisch Lichtenau.

Bei der Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses in Hessisch Lichtenau ging es am Dienstagabend (2.11.2021) vor allem um außerplanmäßige Ausgaben. Gleich der erste Tagesordnungspunkt sorgte für reichlich Diskussionsstoff zwischen den Mitgliedern des Ausschusses und Bürgermeister Michael Heußner: Es ging um die Kostenexplosion beim Neubau der Kindertagesstätte „Rotes Land“.

Hessisch Lichtenau – In seinem Magistratsbericht, bei der Versammlung der Stadtverordneten am 28. Mai hatte Michael Heußner berichtet, dass dieser rund 70 Prozent teurer werden wird, als ursprünglich geplant. Die Kosten würden damit von 2,3 auf 3,9 Millionen Euro steigen.

Im schriftlichen Magistratsbericht sowie im Protokoll der Sitzungen habe man diese Zahlen aber nicht wieder gefunden, prangerte Birgit Osigus-Koch (FWG), Vorsitzende des Haupt- und Finanzausschusses bei der Sitzung an. Sie stellte die Frage an Michael Heußner, wie es zu dieser Kostenexplosion kommen konnte und worin sie sich begründet. Auch Uwe Brückmann (CDU) schloss sich der Frage an: „Bereits unmittelbar nach der Sitzung im Mai haben wir eine offizielle Anfrage gestellt und um Stellungnahme gebeten. Eine Antwort hat die Fraktionen bis heute nicht erreicht“, so Brückmann. Dies sei laut dem Fraktionsvorsitzenden sowohl verwunderlich als auch verdächtig. Michael Heußner antwortete darauf: „Ich meine mich zu erinnern, dass sie bereits eine Antwort erhalten haben“, konkret nachvollziehen könne er das aber während der Ausschusssitzung nicht. Brückmann aber bestand darauf, dass der Bürgermeister den Fraktionen die Antwort noch schuldig sei, auch auf eine erneute Anfrage aus dem Monat Juni habe es keine Antwort gegeben.

Michael Heußner versprach, dass sich das am kommenden Freitag ändern werde. Er habe alle Fragen ordnungsgemäß an den Fachbereich 3, Ordnung, Jugend und Soziales, weitergeleitet, der jedoch momentan voll und ganz mit der bevorstehenden Landratswahl beschäftigt sei, sowie an die für den Bau zuständige Awo. Antworten will er in seinem Magistratsbericht bei der Versammlung der Stadtverordneten am Freitagabend präsentieren. Wie man in diesem Zusammenhang aber auf die Idee kommen könne, von Vertuschung zu reden, könne er nicht nachvollziehen.

Auch das langwierige Verfahren um die Richard-Assmann-Straße und die an dieser Stelle ebenfalls entstandenen außerplanmäßigen Kosten waren Thema im Haupt- und Finanzausschuss, sowie die Terminierung der Bürgermeisterwahl und die interkommunale Zusammenarbeit der Freiwilligen Feuerwehren Waldkappel-Hasselbach und Hessisch Lichtenau-Küchen.

Den Wahltermin betreffend, fasste der Ausschuss den Beschluss der Stadtverordnetenversammlung den 20. März 2022 zu empfehlen. Der Termin für eine mögliche Stichwahl wäre dann der 3. April.  (hbk)

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