Kommentar zur Wahl in Hessisch Lichtenau: Stadt darf nicht leiden

Nach über 20 Jahren wurde in Hessisch Lichtenau ein Bürgermeister von der CDU gewählt - und das, obwohl die SPD stärkste Fraktion im Parlament ist. Ein Kommentar von Gudrun Skupio.

Dass Michael Heußner die Stichwahl um das Bürgermeisteramt für sich entschieden hat, kommt für viele Lichtenauer nicht überraschend. Bei ihrer Empfehlung sprachen die beiden unterlegenen parteilosen Kandidaten das aus, was auch vielen Bürgern am Herzen gelegen haben wird: „Ein Lichtenauer soll es machen“. Auch in einer SPD-Hochburg wie Hessisch Lichtenau, wo seit den 80er-Jahren ein Sozialdemokrat an der Spitze der Kommune stand, hatte der aus dem Landkreis Kassel stammende SPD-Mann Stefan Wicke somit von Anfang an schlechte Karten.

Er fühle sich der Neutralität verpflichtet und nicht irgendeiner Partei, hatte Heußner kurz vor der Stichwahl gesagt. In einer Gemeinde, wo die SPD bei der Kommunalwahl mit knapp sieben Prozent zwar die meisten Verluste eingefahren hat, jedoch nach wie vor stärkste Fraktion in der Stadtverordnetenversammlung ist, ein zwingend notwendiger Ansatz. Unter politischen Grabenkämpfen würde nur die Stadt selbst leiden - ein Lichtenauer sollte dies mit aller Kraft verhindern wollen.

Bürgermeisterwahl Hessisch Lichtenau

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