Gloria als Zugabe

Konzert mit dem Kinderchor in zwei Kirchen

Hessisch Lichtenau. Die „Mass oft the Children“ – zu Deutsch: Messe der Kinder – füllte am Sonntag die Gotteshäuser gleich an zwei Orten des Kirchenkreises Witzenhausen, und die Besucher applaudierten jubelnd.

In den Genuss der musikalischen Andacht waren die Besucher der Witzenhäuser Liebfrauenkirche bereits am Sonntagmorgen gekommen. Am Abend hatten dann die Mitglieder der beiden Kantoreien aus der Kirschenstadt und Hessisch Lichtenau, der Kinderchor der Lossestädter Kirchengemeinde, unterstützt von Kindern aus dem Kirchenkreis, die Musiker des Concertino Göttingen sowie Lara Bürger an der Orgel und die beiden Solisten Anna Gann (Sopran) und Jürgen Orelly (Bariton) in der Lichtenauer Stadtkirche ihren zweiten Auftritt.

Bezirkskantor Christopher Weik hatte es mit Unterstützung seiner Lichtenauer Kollegin Andrea Groß und Kirsten Gundlach (Walburg) hervorragend verstanden, die einzelnen Gruppen zu einem eindrucksvollen musikalischen Gesamtwerk zu vereinen, in dem die Verbindung der Stimmen von Kindern- und Erwachsenen einzigartig ist. 2002 hatte der Engländer John Rutter mit der „Mass oft he Children“ Texte und Musik aus den unterschiedlichen Perspektiven von Kindern und Erwachsenen miteinander verknüpft. 2003 wurde das Werk in der Carnegie Hall (New York) uraufgeführt, auf deutschem Boden erstmalig 2004 in Wiesbaden.

Eine Herausforderung - vor allem an die Kinder im Grundschulalter - sind die Texte in Latein und Englisch. Dabei verleihen die Morgen- und Abend-Loblieder des englischen Bischofs Thomas Ken dem Werk den Rahmen eines Tages vom Erwachen bis zum Einschlafen. Texte dazwischen erscheinen wie Ereignisse des Tages oder auch Wendepunkte des Lebens.

Die Liturgie der Messe beginnt mit dem Kyrie, es folgen Gloria, Sanctus und Benedictus, Agnus Dei und das Finale mit „Dona nobis pacem“ (Gib uns Frieden). In sämtlichen Chorsätzen wirkten allen Gruppen mit, mal gemeinsam, mal im Wechsel. Querflöte, Oboe, Klarinette, Harfe, Fagott, Horn, Kontrabass, Schellen, Pauken, Schlagzeug und Klangstäbe der Göttinger Musikgruppe verliehen der Aufführung eine besondere Note. Mit Lesungen lockerte Pfarrer Peter Möller das Programm auf. Nach anhaltendem Applaus ließ Christopher Weik als Zugabe nochmal das Gloria anstimmen. (zlr)

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