Stellvertretender Stadtbrandinspektor tritt zurück

Krisenstimmung bei der Freiwilligen Feuerwehr von Hessisch Lichtenau

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Ehrensache: Bei der Jahreshauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehren Hessisch Lichtenau am Freitag in Hopfelde wurden zahlreiche verdiente Mitglieder ausgezeichnet und für ihren Einsatz und ihre Treue gedankt. 

Hopfelde. Krisenstimmung bei der Jahreshauptversammlung der Lichtenauer Feuerwehr: Die Einsatzabteilung der Kernstadtwehr blieb geschlossen fern.

Und auch der Platz von Timo Imdahl, bisheriger stellvertretender Stadtbrandinspektor, blieb unbesetzt. 

Die Betonung liegt auf „bisheriger“, denn Imdahl hatte knapp 16 Wochen nach seiner Vereidigung am Tag vor der gemeinsamen Jahreshauptversammlung Bürgermeister Michael Heußner um Entlassung aus dem Amt gebeten. 

Erst eine Woche zuvor hatten Imdahl und Stadtbrandinspektor Falk Klingbeil gegenüber dem Bürgermeister ihren Unmut über mangelnden Rückhalt bei ihrer Arbeit bekundet. Beide wurden erst im Januar 2018 in ihre Ämter berufen, nachdem deren Vorgänger Steffen Rödel und Stefan Kuhnert zum 31. Oktober 2017 ihren Rücktritt erklärt hatten. Heußner hofft, dass Klingbeil durchhält und für Imdahl sobald wie möglich einen Nachfolger zu finden.

Ob ein Zusammenhang zwischen Imdahls Rücktritt und dem demonstrativen Fernbleiben der Lichtenauer Einsatzabteilung bestand, blieb bis zum Ende der Sitzung ungeklärt.

In seinem Jahresbericht konnte Klingbeil lediglich auf die Daten aus der Zeit seiner Vorgänger zurückgreifen. In 158 Einsätzen, davon 32 Brandfälle und 56 Hilfeleistungen, hatten die 260 Feuerwehraktiven 2017 über 3500 Stunden geleistet und in 55 Lehrgängen ihre Einsatzfähigkeit verbessert.

Bürgermeister Heußner dankte für das Engagement und unterstrich, dass die Stadt kreisweit die einzige Kommune sei, die den Aktiven aus einem Budget von 30 000 Euro einen Ausgleich für Einsätze zahle. Jugendwart Timo Schanze berichtete von zahlreichen Aktivitäten in den 70 Mitglieder zählenden Jugendwehren und der Kinderfeuerwehr mit 28 Mädchen und Jungen.

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