Renaturierung für 1,23 Millionen Euro

Küchen und Hollstein profitieren vom A-44-Bau

Hessisch Lichtenau. 1,23 Millionen Euro werden in den kommenden drei Jahren im Bauabschnitt Ost der A44 bei den Hessisch Lichtenauer Ortsteilen Küchen und Hollstein für so genannte Ausgleichsmaßnahmen ausgegeben.

Das berichtet Lothar Seeger vom Amt für Bodenmanagement. Aufgestellt wurde dafür ein so genannter Wege- und Gewässerplan mit landschaftspflegerischem Begleitplan.

„Wir haben auch Sachen vorgesehen, die über die landwirtschaftliche Nutzung hinausgehen“, erklärt Seeger. So erhält Küchen zum Beispiel an der ehemaligen Wüstung Wisskirchen eine Wander-Schutzhütte und Hollstein bekommt eine Grillhütte – beides konnte Seeger mit Geld aus dem Dorferneuerungsprogramm versorgen.

Laut Seeger werden 590 000 Euro der Kosten von der Straßenbauverwaltung getragen. 640 000 Euro kommen von der Europäischen Union, davon hat die Stadt Hessisch Lichtenau einen Eigenanteil von 128 000 Euro – also gut zehn Prozent der Gesamtkosten – zu tragen.

Den Plan, welche Arbeiten gemacht werden sollen, erstellt das Amt für Bodenmanagement im Dialog mit den Anliegern an das betroffene Gebiet. Bei den Treffen war unter anderem auch Reiner Koch, Milchbauer aus Hollstein, dabei. „Der Bau der Autobahn beschränkt uns Landwirte“, allerdings sei auch die Notwendigkeit der A 44 klar, sagt er. Positiv sei, dass durch die Ausgleichsmaßnahmen Gemeinschaftsprojekte wie die Grillhütte umgesetzt werden konnten. „Damit hat der ganze Ort etwas davon.“

Natur darf keinen Nachteil haben

Wird gebaut, dann ist auch die Natur in Mitleidenschaft gezogen. Daher sieht die Eingriffsregelung in Deutschland vor, dass Ausgleichsmaßnahmen geschaffen werden müssen. Das heißt: Negative Folgen von Eingriffen in Natur und Landschaft müssen verringert oder vermieden werden.

Ist das nicht möglich, etwa beim Bau einer Autobahn, dann können laut der Deutschen Bundesstiftung Umwelt „gleichartige oder gleichwertige Kompensationen der Eingriffsfolgen“ geschaffen werden. Wenn das direkt vor Ort nicht möglich ist, können auch an anderer Stelle „Funktionswerte des Naturhaushaltes oder des Landschaftsbildes geschaffen werden“.

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