Mögliche Konzern-Fusion

Lichtenau e.V.: Mitarbeiter starten Unterschriften für Mitberatungsrecht

Unter einem Dach: Die Orthopädische Klinik Hess. Lichtenau bietet im Rahmen der integrierten Versorgung eine Behandlungskette von den Voruntersuchungen über die Operation und die Rehabilitation bis zu den Nachuntersuchungen an. Archivfoto:  wke

Hessisch Lichtenau. Mit einer Unterschriftenaktion will die Mitarbeitervertretung (MAV) von Lichtenau e.V. für die Stärkung der Mitarbeiterinteressen kämpfen und Einfluss auf die mögliche Fusion mit der Vitos GmbH, die die Orthopädische Klinik in Kassel betreibt, nehmen.

Dazu hat die MAV 13 Wünsche schriftlich an Kuratorium und Vorstand der diakonischen Einrichtung formuliert. Die Forderungen sind auch als Flugblätter an verschiedenen Stellen des Konzerngeländes ausgehängt worden.

MAV-Vorsitzender Thomas Steeger, bestätigte am Donnerstagmittag auf Anfrage, dass die MAV bis Ende November möglichst viele Unterschriften unter den rund 1000 Mitarbeitern des Konzerns sammeln will. Eine konkrete Aussage zu der Aktion könne und dürfe Steeger aber nicht gegenüber unserer Zeitung treffen.

„Die Mitarbeiter haben ein Mitberatungsrecht und sollen ihre Wünsche in den laufenden Konzeptwettbewerb einfließen lassen“, kommentierte der geistliche Vorstand Christian Peuckert die Unterschriftenaktion. Der Vorstand lege Wert auf größtmögliche Transparenz im Konzeptwettbewerb und eine gute Zusammenarbeit zwischen Unternehmensleitung und MAV.

Die diakonische Einrichtung Lichtenau e.V - zu der auch die Orthopädische Klinik gehört - befand sich in den vergangenen Jahren in einer finanziellen Schieflage. Im Zuge dessen wurde 2012 ein Konzeptwettbewerb ausgelotet, um einen geeigneten Fusionspartner zu finden. Seit gut einem Jahr gibt es intensive Gespräche zwischen dem Kuratorium von Lichtenau e.V. und Vitos. Ursprünglich hatten acht Unternehmen ihr Interesse an Lichtenau e.V. bekundet. Der Konzern begründete die Entscheidung für Gespräche mit Vitos damals mit der ähnlichen Unternehmensphilosophie und einem ähnlichen Grundverständnis im Umgang mit den Mitarbeitern.

Von Alia Shuhaiber

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