Wahrsagerin macht keine Hoffnung

Lichtenauer Jugendliche hoffen auf Verlegung des Jugendzentrums ans Freibad 

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Auch die Karten geben keine richtige Antwort auf die Zukunft: Ilona Yauno (von links) und Jugendpflegerin Maike Simon ließen sich von Eva Maria Simon die Tarotkarten legen.

Hessisch Lichtenau. „Das wäre mega-ultra-oberhammer-toll“ – Jugendpflegerin Maike Simon ist von der Idee, das Jugendzentrum auf das Freibadgelände zu verlagern, begeistert.

Doch ob die Idee, die Baracken der Firma Baresel dorthin zu verlegen, verwirklicht werden kann, ist höchst ungewiss. Für genauere Erkenntnisse konnte da beim Tag der offenen Tür am Freitag auch Eva Maria Simon nicht sorgen. Die Schwägerin von Maike hat sich intensiv mit dem Kartenlegen beschäftigt. Am Freitag war sie zum Wahrsagen ins JUZ gekommen. Auf der kleinen Bühne hatte sie mit Kerzen und Räucherstäbchen ein wenig magische Atmosphäre geschaffen.

Nimmt sie denn das Kartenlegen richtig ernst, richtet das Leben danach aus? „Nein, das ist vor allem Spaß“ sagt Eva Maria Simon. Sie lacht hell, gibt aber zu, dass es bei schwierigen Entscheidungen manchmal hilft, eine Karte zu ziehen. Klare Prophezeiungen gibt es also an diesem Nachmittag nicht. Auch nicht für Schwägerin Maike und die Frage, ob das Projekt am Freibad verwirklicht werden kann.

Die Stadtjugendpflegerin, die ehrenamtlichen Mitarbeitenden des Thekenteams und der Vorstand der „Aktion Jugend e. V.“ sind begeistert von den sich dort auftuenden Möglichkeiten. „Da hätten wir die Chiller und die Griller, die Skater und die Volleyballer, die Barfuß-auf-dem-Rasen-Läufer und die Familien“, die Möglichkeiten wären vielgestaltig, sagt Maike Simon. Aber das alles kostet eben auch viel Geld. Sicher aber ist, dass die Aktivitäten im ersten Stock der Zigarrenfabrik an der Leipziger Straße weitergehen werden. Montag bis Mittwoch sowie Freitag ist dort von 16 bis 19 Uhr geöffnet. Kicker, Poolbillard, Flipper, Dart – das Angebot ist groß. Viele bequeme Sofas und Sessel bieten Platz, um miteinander zu reden und zu spielen. In Eigenverantwortung wird die Theke von einem Team betrieben. Dort kann man Getränke und Snacks kaufen.

Das Internetcafé, früher Ort von LAN-Partys, wird heute eher für Recherchen und individuelle Spiele genommen. Den Seminarraum nutzen auch andere Vereine, die Bühnentechnik und Lautsprecheranlage kann ausgeliehen werden. Gut angenommen wird der Fitnessraum: Er ist mit gespendeten Geräten ausgestattet und darf ab 16 Jahren benutzt werden. „Die freuen sich wie Bolle“, erzählt Maike Simon von den Jugendlichen, die sich im JUZ so richtig auspowern können.

Nächster Schwerpunkt ist die Wahl des Jugendbeirats am 30. Januar. „Es haben sich sieben Kandidaten von 13 bis 19 Jahren gefunden“, freut sich Simon. Und die Vorbereitungen für die Ferienspiele haben längst begonnen. 

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