Märchen-Motive in Holzstelen

Lichtenauer Schüler gestalteten die „Fünf Fenster zum Frau-Holle-Land“

Präsentation der Kunstwerke: Das Bild zeigt die Oberstufenschüler Marlon Blazevic (von links), Alina Merdan, Anna Range, Tom Luca Troll und Paula Stöhr, daneben Bürgermeister Michael Heußner, Schulleiter Björn Faupel und Kunsterzieher Johannes Schomberg an zwei der neuen Holzstelen.
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Präsentation der Kunstwerke: Das Bild zeigt die Oberstufenschüler Marlon Blazevic (von links), Alina Merdan, Anna Range, Tom Luca Troll und Paula Stöhr, daneben Bürgermeister Michael Heußner, Schulleiter Björn Faupel und Kunsterzieher Johannes Schomberg an zwei der neuen Holzstelen.

Lange war es der „Zauberwald“, jetzt sind es „Die fünf Fenster zum Frau-Holle-Land“. Mit den fünf neuen Holzstelen an der Endstation der Hessisch Lichtenauer Tram-Haltestelle Bürgerhaus wechselte auch der Titel des Gesamtkunstwerks von Oberstufenschülern der Lichtenauer Freiherr-vom-Stein-Schule.

Hessisch Lichtenau – In zwei Grundkursen des Fachbereichs Kunst hatten die Gymnasiasten der Freiherr-vom-Stein-Schule Skulpturen zum Märchen der Frau Holle entwickelt, um die Öffnungen in den Hölzern auf ansprechende Weise zu bestücken. Kürzlich präsentierten die Gymnasiasten ihre Kunstwerke den Vertretern der Schule, der Stadt, des Kunstpfades Ars Natura und des Tourismusvereins.

Die alten Holzstelen, die seit dem Hessentag im Jahr 2006 an der Haltestelle standen, hatten witterungsbedingt ausgedient. Jetzt galt es, die etwa 25 mal 30 Zentimeter großen Durchbrüche in den fünf neuen, bis zu einem halben Meter dicken und knapp zweieinhalb Meter hohen Douglasien-Stämme mit Leben zu füllen. Die Baumstämme hatte noch Förster Gert Snethlage, der kürzlich bei einem tragischen Arbeitsunfall ums Leben kam, besorgt.

Den freien Blick durch die Öffnungen – anders als bei den letzten Stelen mit Mittelwand – definieren die Schüler als Sichtachse über den Festplatz Kreuzrasen bis hin zum Frau-Holle-Park, wo in etwa 100 Metern Entfernung auch der tonnenschwere Torbogen aus Beton den Eingang ins Reich der Märchenfigur markiert. Beim Gestalten der einzelnen Objekte war Teamgeist gefragt, um die Ideen aller in den Arbeitsgruppen, die bis zu fünf Mitglieder zählten, in das Kunstwerk mit einfließen zu lassen.

„Glücksspiel“ nannten Jan-Philipp Großmann, Daniil Ikkes, Alina Merdan und Anna Range ihren Brunnen, der im Fenster der linken Stele den Eingang zum Reich von Frau Holle symbolisiert. Das Schicksal von Gold- und Pechmarie haben Paula Stöhr, Tom Luca Troll und Maike van Ophuysen mit ihrem Objekt „Die Abrechnung“ nachgestellt. Pech und Gold hatten auch Svetozar Bubalo, Sedef Dincer und Samira Gedeck bei der Gestaltung ihres Kunstwerks „Roses of Pitch and Gold“ inspiriert. Ein angemessenes Schuhwerk für die Gottheit haben Alina Bauer, Paul Jankowski, Louisa Rausch, Janina Reinhardt und Till Steinmetz unter dem Titel „devine footwear“ kreiert. „Schneezauber“ nannten Stella Barchfeld, Marlon Blazevic, Clara Hinze, Christin Marie Möller und Sophie Otto ihr Kunstwerk in der rechten Holz-Stele.  (zlr)

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