Gemeinsame Jahreshauptversammlung

Lichtenaus Wehr war 4387 Stunden im Einsatz

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Die geehrten Feuerwehrleute.

Hessisch Lichtenau – „Es ist gut, dass die Führungskrise in der Feuerwehr beigelegt und wieder Normalität eingekehrt ist“ freute sich Hessisch Lichtenaus Stadtverordnetenvorsteher Robert Hollstein am Freitag anlässlich der gemeinsamen Jahreshauptversammlung der Lossestädter Wehren.

Damit dürfte Hollstein nach den Turbulenzen seit 2016 mit Neuwahlen und häufigen Rücktritten der Stadtbrandinspektoren den mehr als 100 Brandschützern, etwa einem Dutzend Jugendlicher und den Mitgliedern der Ehren- und Altersabteilung in der Fürstenhagener Mehrzweckhalle aus der Seele gesprochen haben.

Entsprechend harmonisch verlief die Versammlung, auch wenn es unterschiedliche Auffassungen hinsichtlich der Zuweisungen von Abschnitten der A 44 für die Feuerwehr der Kommune gibt. Während Bürgermeister Michael Heußner im Hirschhagener Tunnel, mit 4,2 Kilometern der zweitlängste Deutschlands, angesichts der starken Steigung ab Helsa und des dementsprechenden Gefälles in der Gegenrichtung so viel Gefahrenpotenzial sieht, dass die Sicherheit durch die örtliche Wehr nicht gewährt werden könne, ist Kreisbrandinspektor Christian Sasse davon überzeugt, dass die Aufgabe für die 13 Tunnelbauwerke auf dem Abschnitt von Kassel bis Herleshausen bei entsprechender Ausstattung ehrenamtlich zu meistern sei. In dem Zusammenhang begrüßte Stadtbrandinspektor Steffen Rödel die Entscheidung der Stadtverordneten, zur Sicherheit für die Einsatzkräfte einen Verkehrsabsicherungsanhänger zu beschaffen.

In seinem Bericht hob Rödel die Umstellung auf die digitale Alarmierung hervor, nachdem 150 Einsatzkräfte geschult und mit den neuen Pagern ausgestattet wurden. Obwohl die Zahl der Lehrgänge gegenüber dem Vorjahr um 21 auf 76 gesteigert werden konnte und der in Hirschhagen stationierte ausgemusterte Gelenkbus und der Tankwagen für einen guten Ausbildungsstand sorgen, bemängelte Rödel die Zahl der einsatzfähigen Atemschutzgeräteträger. „An der personellen Situation werden wir arbeiten“ versicherte Rödel, der insgesamt 254 Aktive, 32 Mitglieder in der Kinderfeuerwehr und 71 in der Jugendfeuerwehr als zu wenig erachtete. Bei insgesamt 188 Einsätzen, davon 40 Bränden, brachten es die Aktiven auf 4387 Stunden.

Timo Schanze berichtete ein letztes Mal als scheidender Stadtjugendfeuerwehrwart von den Nachwuchsabteilungen. Mit feuerwehrtechnischem Dienst und zahlreichen Freizeitaktivitäten kamen bei den Jugendwehren 3998 Stunden, bei den Kinderfeuerwehren 1028 zusammen.

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