Große Feier am Freitag

Marie und Christian Bauer feiern Diamantene Hochzeit

Seit 60 Jahren verheiratet: Marie und Christian Bauer. Foto: Röß

Hessisch Lichtenau. Satte 60 Jahre hält der Treueschwur des Ehepaares Bauer schon, heute wird im Kreise der Liebsten groß gefeiert.

Von Kindesbeinen an kennen sich Marie und Christian Bauer aus Hessisch Lichtenau. Doch bis die beiden heirateten, brauchte es seine Zeit. Heute feiern die beiden ihre Diamantene Hochzeit.

Christian Bauer stammt aus Günsterode und ist Jahrgang 1932. Im selben Ort, heute Stadtteil von Melsungen, wurde ein Jahr später Marie geboren. Beide wuchsen zusammen auf und drückten ab dem sechsten Lebensjahr gemeinsam die Schulbank. Keine leichte Zeit für sie: In der Dorfschule wechselte über Jahre täglich der Lehrer, weil der eigene in den Krieg ziehen musste. Zudem wurde in der Landwirtschaft beider Elternhäuser jede Hand gebraucht.

Erste Zuneigung verspürten die beiden jedoch erst nach der Schulzeit. Christian hatte zu diesem Zeitpunkt bei Fröhlich und Wolff in Hessisch Lichtenau eine Ausbildung zum Weber begonnen, Marie pflanzte im Forst Setzlinge. Zwei Jahre lang hatten sich die beiden Teenager angefreundet, waren an den Wochenenden gemeinsam zum Tanzen gegangen, obwohl Christians Vater der Beziehung nicht zustimmte. So kam es auch, dass für vier Jahre das Verhältnis der beiden „auf Eis lag“.

Bei ihrer Hochzeit: Marie und Christian Bauer aus Hessisch Lichtenau. Repro: Lothar Röß

„Natürlich habe ich immer mal einAuge auf ihn geworfen“, gibt die heute 82-jährige Marie zu, bis es im Herbst 1954 zwischen den beiden richtig funkte. Dann ging’s Schlag auf Schlag: Standesamt am 9. April 1955 und tags darauf die Trauung in der Kirche ihres Heimatortes. Im Juli kam die erste Tochter zur Welt, drei weitere folgten in den kommenden Jahren.

Vier Jahre lang hatte die junge Familie im Hause der Braut gelebt, bevor der Umzug nach Hessisch Lichtenau erfolgte. Der junge Vater hatte da bereits auf die Zeche Glimmerode für zehn Jahre als Bergmann gewechselt. In dieser Zeit bauten die beiden auch selbst ihr Haus im Hopfengarten, das 1964 bezogen wurde.

Nur einen Steinwurf entfernt entstand die Bundeswehrsiedlung in der jungen Garnisonsstadt, für deren 82 Wohnungen er dann die Hausmeisterstelle übernahm. 32 Wohnungen betreut er heute noch als Rentner.

Zur großen Feier am Freitag erwartet das Paar nicht nur die Verwandtschaft mit den neun Enkeln und fünf Urenkeln, sondern vor allem auch die Schützenschwestern und -brüder aus ihrem Verein, dem sie seit 40 Jahren angehören. (zlr)

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